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Bitcoin-Mining verbraucht mehr Strom als die Schweiz

05.07.2019 | 14:59 Uhr | Michael Söldner

Das Bitcoin-Netzwerk verschlingt jede Menge Strom. Die Anzahl der Transaktionen ist dennoch überschaubar.

Die Kryptowährung Bitcoin verschlingt weltweit enorme Mengen an Strom. Einer Schätzung des University of Cambridge zufolge benötigt Bitcoin so viel Strom wie die gesamte Bevölkerung der Schweiz. Konkret listen die Forscher ihre Ergebnisse im Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index (CBECI). Darin wird aufgeführt, wie viel Energie das gesamte Bitcoin-Netzwerk in Echtzeit benötigt, um daraus den jährlichen Stromverbrauch zu errechnen.

Demnach liegt der Stromverbrauch für das Bitcoin-Netzwerk bei sieben Gigawatt. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich ein Stromverbrauch von 64 TWh, die Bewohner der Schweiz verbrauchen im Jahr mit 58 THw etwas weniger Strom. Damit ist das Bitcoin-Netzwerk für ungefähr 0,25 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich. Der Großteil davon entfällt auf die Miner, die mit ihren Rechnern das Bitcoin-Netzwerk am Laufen halten und gleichzeitig die Zahlungen verifizieren. Zudem steigt der Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks immer weiter an. Oft erfolgte in nur sechs Monaten eine Verdoppelung, was natürlich auch zu einer höheren CO²-Belastung führt. Dabei ist Bitcoin nur für 100 Millionen Transaktionen pro Jahr verantwortlich. Traditionelle Banken realisieren jährlich 500 Milliarden Zahlungen. Damit ist der Anteil von Bitcoin am weltweiten Zahlungsverkehr als sehr gering anzusehen.

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