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Bis zu 38 Prozent mehr Ausdrucke

27.10.2003 | 11:12 Uhr | Markus Pilzweger

Bei einigen Epson-Modellen verbaut das Unternehmen auf seinen Tintenpatronen den so genannten "Intellidge"-Chip. Dieser misst nicht den aktuellen Verbrauch genau, sondern schätzt diesen lediglich. Aus diesen Daten wird der Zeitpunkt berechnet, zu dem die Patrone leer sein sollte. Ist dieser erreicht, verweigert der Drucker jeden weiteren Ausdruck.

Tests des britischen Online-Magazins "Which!" haben allerdings ergeben, dass unter Umgehung des Chips 17 bis 38 Prozent mehr Ausdrucke in "guter Qualität" möglich waren, obwohl die Patrone laut Drucker "leer" war.

Experten stützen allerdings Epsons Politik der "Resttinte". Jim Forrest, Druckerexperte bei Lyra Research, erklärt, dass die Unternehmen selbst festlegen können, wie viel Resttinte in der Patrone verbleiben darf. Seiner Ansicht nach könnte eine komplett verbrauchte oder angetrocknete Patrone dem Drucker sogar Schaden zufügen. "Wenn Epson den Anwendern sagt, dass sie aufgrund ihrer Spezifikationen 100 Seiten drucken können, dann erhalten sie diese Menge in der Regel auch." Und weiter: "Ja, es bleibt vielleicht etwas Tinte übrig, aber die geschieht aufgrund des Designs."

"Der Drucker stoppt automatisch, sobald sich keine sicher nutzbare Tinte mehr in der Patrone befindet", so Epson. Außerdem würden die Anwender die gesamte Tinte erhalten, für die sie bezahlen, da Epson die Patronenpreise nach nutzbarer Tinte und der Gesamtzahl der druckbaren Seiten berechnet.

Weitere Informationen zu diesen Chips und wie sie umgangen werden können, erfahren Premium-Leser in unserem Ratgeber "Tinten-Abzocke: Der Drucker-Nepp".

Premium-Ratgeber: Tinten-Abzocke: Der Drucker-Nepp

Stiftung Warentest: Billig-Tinte den teuren Pendants ebenbürtig (PC-WELT Online, 23.10.2003)

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