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Big Island: Neue 7-Nanometer-GPU aus China

20.01.2021 | 17:53 Uhr | Michael Söldner

Der GPU-Beschleuniger „Big Island“ wurde komplett in China entworfen und soll Machine Learning verbessern.

Mit einem komplett in China entwickelten GPU-Beschleuniger will Shanghai Tianshu Zhixin Semiconductor in Kürze den Markt aufmischen. Die „Big Island“ getauften Chips befinden sich gerade in der Testphase. Sie bestehen aus 24 Milliarden Transistoren und werden im 7-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt. „Big Island“ sei speziell für Cloud-Anwendungen und Machine Learning gedacht. Als Grafikchip für Spieler ist der Chip entsprechend nicht geeignet. Dafür soll die GPU Berechnungen in den Formaten FP32, FP16, BF16, INT32, INT16 und INT8 unterstützen. FP64 fehlt aber offenbar im Funktionsumfang. 

Bei halber Gleitkomma-Genauigkeit kommt „Big Island“ dem Hersteller zufolge auf beeindruckende 147 Teraflops. Die Konkurrenz von AMD schafft mit dem Instinct MI100 185 Teraflops und Nvidias A100 kommt sogar auf 312 Teraflops. Dafür muss Nvidia bei seinem Spezialchip aber auch doppelt so viele Transistoren verbauen. Die Entwicklung von „Big Island“ habe erst 2018 begonnen. Seit Dezember laufe der Test in den Laboren des Herstellers. Wann die Chips in Serienfertigung von Band laufen, bleibt noch unklar. Die Entwicklung zeigt jedoch, wie sich China weiter von den westlichen Partnern unabhängig machen will. Dazu zählen sogar eigene CPUs wie der Kunpeng 920 3211K, der Benchmarks zufolge sogar einen Intel Core i9-9900K hinter sich lassen soll.

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