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Betrug: Zahnbürsten-Start-Up Amabrush droht Sammelklage

17.05.2019 | 14:59 Uhr | Denise Bergert

Die im Sommer 2017 über Kickstarter finanzierte Wunder-Zahnbürste von Amabrush hält laut Käufern nicht, was sie verspricht.

Im Sommer 2017 hatte das österreichische Start-Up Amabrush über die Crowd-Funding-Plattform Kickstarter seine gleichnamige automatische Zahnbürste finanziert . Von 26.832 Unterstützern hat das Unternehmen bis heute stattliche 3,2 Millionen Euro eingesammelt. Die von den Machern als „revolutionär“ angepriesene Zahnbürste soll die Zähne in nur zehn Sekunden komplett reinigen.

Dieses Versprechen bezeichnet der österreichische Verbraucherschutzverein als irreführende Werbung. Zahlreiche Käufer aus Österreich und Deutschland hätten sich bei dem Verein beschwert, dass sie bei der Verwendung der Zahnbürste keinen Reinigungseffekt bemerken würden. Zu diesem Ergebnis kam auch der Zahnarzttest von ORF Konkret. Neben Käufern, die das Produkt als Betrug betrachten gibt es auch die, die trotz Kickstarter-Spende bis heute ihre bestellte Zahnbürste nicht erhalten haben. Neben Unterstützern aus Deutschland und Österreich, haben sich auch enttäuschte Kunden aus Kanada und den USA beim Verbraucherschutzverein gemeldet.

Als Reaktion auf die mehr als 2.500 Beschwerden hatte der Verein im April bei der Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Die Verbraucherschützer ziehen nun außerdem eine Sammelklage vor einem europäischen oder US-amerikanischen Gericht in Betracht . Betroffene können sich auch weiterhin über die Website des Verbraucherschutzvereins melden und ihre Beschwerde einreichen . Umso mehr Beschwerden gesammelt werden können, desto erfolgreicher stehen die Aussichten auf eine Sammelklage und mögliche Entschädigungszahlungen, so der Verbraucherschutzverein.

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