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Betroffene des British-Airways-Hacks können klagen

07.10.2019 | 15:58 Uhr | Michael Söldner

Der Diebstahl von einer halben Millionen Kundendaten berechtigt Betroffene zu einer finanziellen Entschädigung.

Vor 13 Monaten kam es bei der Fluglinie British Airways durch einen Hackerangriff zu einem Diebstahl mit einer halben Million Kundendaten . Diese enthielten neben dem Name auch die Adresse sowie die Kreditkartendaten und Bankverbindungen. Von dem Datendiebstahl betroffene Kunden können sich nun um Entschädigung bemühen . Im High Court von England und Wales wurden die Weichen hierfür gestellt. Über 5.000 betroffene Kunden werden bereits von zwei Anwaltskanzleien betreut, diese haben schon Entschädigungsforderungen formuliert. Allen anderen Geschädigten bleiben nun 15 Monate Zeit, um sich der Entschädigungsforderung anzuschließen.

Die britische Datenschutzbehörde ICO sieht eine große Verantwortung für den Datendiebstahl bei British Airways. Zu lasche Sicherheitsbestimmungen hätten den Diebstahl erst möglich gemacht. Aus diesem Grund soll die Airline eine Strafe von 183 Millionen Pfund (205 Millionen Euro) zahlen. Dies entspricht 1,5 Prozent des jährlichen Umsatzes. Einen Missbrauch der entwendeten Daten habe die ICO noch nicht feststellen können. Betroffene Fluggäste wurden von British Airways bereits informiert. Gestohlen wurden die Daten von Buchungen im Zeitraum zwischen dem 21. August 2018 und dem 5. September 2018. Die Entschädigungen sollten laut The Sun durchschnittlich bei 6000 Pfund (6725 Euro) liegen, in Härtefällen könnten sogar 16.000 Pfund (17.900 Euro) ausgezahlt werden. 

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