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Berliner Wasserverband dreht Tesla-Baustelle das Wasser ab

16.10.2020 | 14:01 Uhr | Denise Bergert

Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) hat der Tesla-Baustelle in Berlin das Wasser abgedreht.

Beim Bau der Tesla-Fabrik in Berlin Grünheide kommt es in dieser Woche zu Verzögerungen. Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE), der die Baustelle über einen vorläufigen Standrohr-Anschluss versorgt, hat dem US-Konzern nun das Wasser abgedreht . Der Grund: Tesla hat seine Wasserrechnung nicht bezahlt. Laut dem WSE habe das Unternehmen weder auf Erinnerungen noch auf Mahnungen reagiert. Eine Sperrandrohung mit 14-tägiger Frist ließ Tesla am gestrigen Donnerstag unbeantwortet auslaufen. Aus diesem Grund dreht der WSE Tesla heute den Hahn ab.

Verzögerungen gab es auch bei der Unterzeichnung des Erschließungsvertrags mit dem Wasserverband. Dieser wurde erst Mitte der Woche von Tesla unterschrieben, obwohl er seitens des Wasserverbandes bereits einen Monat unterschriftsbereit gewesen sei. Der Bau der Produktionsstätte sowie deren Betrieb benötigen extrem viel Wasser. Tesla geht aktuell von 1,4 Millionen Kubikmeter pro Jahr aus. Umweltschützer und Anwohner befürchten Schäden für Grundwasser und Natur. Die Tesla-Produktion in dem neuen Werk im brandenburgischen Grünheide bei Berlin soll bereits im Juli 2021 starten. Rund 500.000 E-Autos sollen dort jährlich vom Band laufen.

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