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Bericht: Star Citizen wird nie erscheinen

07.05.2019 | 11:08 Uhr | René Resch

Das US-Magazin Forbes wirft Chris Roberts, dem Chef hinter Star Citizen, Inkompetenz und Missmanagement vor.

Bereits seit 2011 ist das Weltraum-Spiel Star Citizen in Arbeit. Das Entwicklerstudio Cloud Imperium Games und dessen Studio-Chef Chris Roberts, der durch Spiele wie Wing Commander bekannt ist, steckten die Ziele dabei immer höher und so wurde Star Citizen wohl zu einem der ambitioniertesten PC-Spiele aller Zeiten.

Finanziert wurde das Spiel von mehr als einer Million Fans, der Großteil dabei über Crowdfunding. Im Laufe der Jahre sind so rund 288 Millionen US-Dollar in das Projekt geflossen. Laut einem Bericht von Forbes ist das Erscheinen von Star Citizen jedoch ungewiss und Forbes erhebt schwere Vorwürfe gegen den Studio-Chef: Chris Roberts wird „Inkompetenz und Missmanagement von galaktischem Maßstab“ vorgeworfen.

Roberts verschwendet Zeit

Ende 2017 – drei Jahre nachdem Star Citizen ursprünglich einst erscheinen sollte - soll Chris Roberts nur noch über 14 Millionen US-Dollar verfügt haben. In diesem Jahr seien im Unternehmen 537 Angestellte beschäftigt gewesen. Die Personalkosten allein hätten 2017 schon 30 Millionen US-Dollar verschlungen. Von ehemaligen Mitarbeitern sei das Arbeitsumfeld bei Cloud Imperium Games als „chaotisch“ beschrieben worden, Chris Roberts verliere sich in Details und verschwende Zeit. Zudem werde viel Arbeit in die Demos gesteckt, die Fans dazu verleiten sollen, das Projekt auch weiterhin zu unterstützen.

Geld nimmt Cloud Imperium Games hier immer noch ein. Mit den 135 verschiedenen Raumschiff-Modellen, einzelne kosten hier bis zu 3.000 US-Dollar, kaufen sich die Fans weiter in das Spiel ein. Aber es gibt auch schon Käufer, die sich beschweren. So liegen der US-Handelskommission FTC derzeit rund 129 Beschwerden vor, in denen Geld zurückgefordert wird – rund 24.000 US-Dollar.

Roberts: "Star Citizen ist spielbar"

Forbes kommt zu der Schlussfolgerung: Das Spiel wird nie erscheinen. Auch Roberts wird in dem Bericht zitiert, dieser sagt: „Star Citizen ist spielbar, es hat mehr Funktionalität und Inhalte als viele fertige Spiele“. Eine Beta von „Squadron 42“ soll angeblich 2020 erscheinen.

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