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Bedienung: Schicke 3D-Animationen

13.07.2006 | 13:05 Uhr |

Die Bedienung erfolgt weitgehend per Drag & Drop und über ein rundes Menü, das Mailen, Telefonieren per VoIP, Chatten und Verschieben von Dateien ermöglicht und an den Arcor-Pia-Button erinnert. Beim Verschieben von Dateien, seien es Texte, Bilder, Filme oder Musikdateien, wird Combots aufgrund des dazugehörigen Servers, der in Karlsruhe beheimatet ist, seine Fähigkeiten ausspielen können.

Allerdings besteht aufgrund der getunnelten Verbindung natürlich auch die Gefahr, dass Combots für nicht legale Anwendungen, beispielsweise das Tauschen urheberrechtlich geschützter Daten, eingesetzt wird. Hier könnte möglicherweise der Gesetzgeber auf den Plan gerufen werden. Der Anwender bekommt die Dateien übrigens auch dann übermittelt, wenn der Rechner offline ist und er kann aufgrund der Datenbank-gestützten Struktur auch mit verschiedenen Rechnern, etwa vom Büro oder von daheim aus, auf die Dateien zugreifen. Sämtliche Änderungen der Daten finden auf dem Server statt.

Die Bedienerführung ist zwar nicht revolutionär - einiges gibt’s bereits bei den aktuellen Messenger-Anwendungen von Microsoft - aber immerhin ungewöhnlich. Auf dem Bildschirm sieht der Anwender seine wichtigsten Kontakte als dreidimensional animierte Figuren, als "Characters" bezeichnet. Auch das Austauschen von Gefühlsregungen gehört mit Hilfe von Emotions zu den Standardfunktionen - vor allem hier hat sich das Entwickler-Team offensichtlich von asiatischen Web-Anwendungen inspirieren lassen.

Der grafische Teil des Produktes wird die Welt spalten - wer Handylogos und andere, vergleichbare Animationen schätzt, wird auch Combots mögen. Wer dagegen auf übersichtliche, schnörkelfreie Bedienerführungen Wert legt, wird hiermit seine Probleme haben. Gerade in dieser Hinsicht unterscheidet sich das Produkt grundlegend von Comwin.

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