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Bamberg testet E-Scooter auf der Straße

19.03.2019 | 11:52 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Bamberg ist die erste Stadt in Deutschland, in der E-Scooter bereits jetzt auf der Straße fahren dürfen. Möglich macht das eine Sondergenehmigung. Das gibt zu beachten.

Konkret handelt es sich um exakt 15 Bird E-Scooter (Höchstgeschwindigkeit: 20 km/h), die nun mit einer Sondergenehmigung auf den Straßen Bambergs fahren dürfen. Das oberfränkische Bamberg ist damit laut eigener Angabe die erste Stadt in Deutschland, in der E-Scooter auf die Straßen kommen. „So lange eine neue Verordnung für die Nutzung von Elektro-Kleinstfahrzeuge im Straßenverkehr noch nicht in Kraft getreten ist, werden die Bamberger mit Sondergenehmigungen die Birds nutzen und erste Erfahrungen mit den Rollern sammeln können“, erklären die Bamberger Stadtwerke den Versuch. Die E-Scooter stammen von dem E-Scooter-Sharing-Unternehmen Bird, das mit den Stadtwerken Bamberg beim Aufbau des Verleihsystems kooperiert.

Lese-Tipp: Marktüberblick E-Scooter

Anmeldung zwingend erforderlich: Wer die E-Scooter nutzen will, muss sich dafür zwingend vorher online auf dieser Webseite bewerben. Bei der Bewerbung müssen Sie angeben, weswegen Sie Bird-Testfahrer werden wollen. Unter allen Bewerbern wird ausgelost; wen das Losglück trifft, der darf einen Bird E-Scooter von Montagmorgen bis Freitagmittag ausprobieren. Darüber hinaus wollen die Stadtwerke in den kommenden Wochen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Bird-Testaktionen anbieten.

Voraussetzungen: Testfahrer müssen mindestens 18 Jahre alt, im Besitz eines Führerscheins der Klasse B sein und eine gültige Kranken- und Haftpflichtversicherung besitzen. Für die Testfahrten besteht Helmpflicht, die Stadtwerke stellen kostenlos Leihhelme zur Verfügung.

Testfahrer unterschreiben vor dem Start eine Nutzungsvereinbarung und hinterlegen eine Kopie des Ausweises oder Reisepasses. Außerdem müssen die Tester ein Pfand von 50 Euro in bar hinterlegen. Nach Ende des Tests müssen die E-Scooter-Fahrer einen Fragebogen ausfüllen. Nach Abgabe des Fragebogens erhalten sie das Pfand zurück.

Was passiert bei einem Unfall? Die Fahrer sind über ihre eigene Krankenversicherung und Haftpflichtversicherung abgesichert. Die E-Scooter wiederum sind über die Pflichthaftversicherung versichert. Wenn ein Unfall passiert, sollte sofort dies sofort an Bird (bamberg@bird.co) weitergeleitet werden.

Wichtig: Die Sondergenehmigung gilt ausschließlich für die besagten 15 E-Scooter von Bird. Ihren eigenen E-Scooter dürfen Sie auch weiterhin nur auf privatem Grund fahren. Die Sondergenehmigung gilt zudem ausschließlich für das Stadtgebiet von Bamberg.

Im Frühling oder Sommer 2019 dürfte sich die Situation aber grundlegend ändern, weil dann die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (EkfV) in Kraft tritt. Danach will die Stadt Bamberg den Einsatz der Bird-E-Scooter auf zunächst 100 Exemplare während der Pilotphase ausweiten. Interessenten können sich einen E-Scooter dann per App ausleihen. Ist die Pilotphase erfolgreich, startet der Regelbetrieb.

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