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BMW baut Zentrum für autonomes Fahren für 2000 Experten

21.12.2016 | 12:55 Uhr |

In Unterschleißheim bei München errichtet BMW sein neues Zentrum für das autonome Fahren. 2000 Mitarbeiter sollen dort ab Mitte 2017 arbeiten, überwiegend Entwickler.

Unter dem Projektnamen iNext entwickelt BMW ein selbstfahrendes Elektro-Auto. Ab 2021 soll dieses iNext-Fahrzeug erhältlich sein. Allerdings soll es nicht bei einem Fahrzeug bleiben, sondern BMW will über alle Modelle hinweg E-Autos anbieten und auch das autonome Fahren auf verschiedene Modelle ausweiten.

Mit dem BMW i3 startet der bayrische Automobilhersteller ins Elektro-Zeitalter. Heraus gekommen ist ein Elektro-Auto mit riesigem Spaßfaktor, innovativer Technik, einem 170 PS starken E-Motor und einem heftigen Preis. Der beginnt nämlich bei knapp 35.000 Euro. Ob sich der i3 trotz des hohen Preises als alltagstauglicher Zweitwagen eignet, haben wir in diesem Video ausprobiert.

Seine Forschungen zum autonomen Fahren und zur Konnektivität im Fahrzeug konzentriert BMW jetzt in Unterschleißheim bei München. Dort sollen nach Fertigstellung mehr als 2000 Menschen arbeiten; derzeit arbeiten laut BMW rund 600 Mitarbeiter am Thema „selbstfahrendes Auto“ bei der Software-Entwicklung und bei der Straßen-Erprobung auf der Straße.

Hände weg vom Lenkrad und sich auf der Autobahn entspannt zurücklehnen. An genau dieser Technologie, dem sogenannten hochautomatisierten Fahren, forscht derzeit BMW. Wie weit diese Forschung bereits ist, haben wir uns auf einer Testfahrt über die A9 und die A92 zum Münchner Flughafen angeschaut. Die Technik übernahm auf dieser Strecke komplett das Ruder, fuhr eigenständig geradeaus, überholte und brachte uns sicher ans Ziel. Einen genauen Einblick in die Technik des hochautomatisierten Fahrens bekommen Sie in diesem Video.

Das Ganze trägt den Namen „project i 2.0”. Die meisten dieser 600 BMWler sind Programmierer. Besonders deren Zahl soll weiter wachsen, weil BMW die Entwicklung des autonomen Fahrens selbst in der Hand behalten will.

Bei einigen neueren BMW-Modellen gibt's als Zusatzausstattung den Parkassistent Plus, durch den der Fahrer, ohne am Steuer zu sitzen, den Wagen einparken lassen kann. Allerdings eignet sich sich die Funktion nur für bestimmte Parklücken. Mehr Infos zum Einparken per Fernbedienung erhalten Sie in diesem Video.

BMW will Mitte 2017 damit beginnen, seine bisher über verschiedene Standorte verteilten iNext-Entwickler in Unterschleißheim zusammenzufassen. Der Standort soll sich im Business-Campus an der Landshuter Straße befinden, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Dort nutzt BMW unter anderem bereits bestehende Gebäude des früheren EADS-Standorts.

Anlässlich seines 100-jährigen Firmenjubiläums zeigt BMW, an welchen Zukunfts-Visionen in den Forschungslaboren gerade experimentiert wird. Der Konzept-Modell BMW Vision Next 100 könnte vollautonom fahren oder im manuellen Modus den Fahrer dank Augmented Reality vielfältig unterstützen. Ein echter Hingucker ist die flexible Außenhaut, die auch die Räder bedeckt. Mehr Infos dazu in diesem Video unserer Serie "Sprachlos".

Für den Standort Unterschleißheim spricht dessen Nähe zu bereits vorhandenen BMW-Einrichtungen im Norden von München, beispielsweise zum Forschungs- und Innovationszentrum in Milbertshofen. Von Garching aus, wo auch die PC-WELT ihre Testfahrzeuge abholt, fahren die Testwagen von BMW oft los. Zudem ist die unmittelbar benachbarte A9 erst letzte Woche mit Orientierungsschildern für autonome Fahrzeuge ausgerüstet worden.

Die Integration von iPhones in das Entertainment-Systems eines Autos funktioniert dank Apple Wireless CarPlay jetzt auch kabellos. Bisher gibt es die Technologie allerdings nur bei BMW. Mehr Infos zu Wireless CarPlay erhalten Sie in diesem Video.

BMW erhofft sich von der Zusammenfassung aller Beteiligten kurze Dienst- und Entscheidungswege und einen optimalen Austausch zwischen allen Mitarbeitern an dem Projekt. Die Entwickler können zum Beispiel ihren gerade eben geschriebenen Code sofort in einem fahrbereiten Testwagen ausprobieren. BMW spricht euphorisch von der Kombination der Vorteile eines Start-Ups mit denen eines Riesen-Konzerns.

250 km/h schnell, in 4,5 Sekunden von 0 auf 100, eine Kombination aus starkem Elektro- und Verbrennungsmotor: Der BMW i8 ist ein Hybrid-Supersportwagen und bietet daneben die BMW-typischen Internetfunktionen von Connected Drive. Der Nutzwert geht dagegen gegen Null. Mit einem Preis von 130.000 Euro ist es ein teurer Zweitwagen für gut Betuchte. Wir haben uns den BMW i8 und sein Infotainmentsystem in diesem Video genau angeschaut.

Auf der Langstrecke, also vor allem auf den Autobahnen A9 und A92, erprobt BMW schon länger seine Technologien für das autonome Fahren . Doch ab 2017 wollen die Münchner Autobauer ihre autonomen PKWs auch im Münchner Stadtverkehr erproben.

Per Sprachsteuerung einen Kontakt aus seinem Telefonverzeichnis anrufen, im Internet nach dem nächsten Restaurant suchen und sich vom Navigationsgerät direkt dorthin lotsen lassen. Diese und andere Online-Anwendungen bietet BMW unter der Bezeichnung ConnectedDrive an. Wie gut die einzelnen Funktionen und deren Verknüpfung miteinander wirklich sind, haben wir im neuen BMW 740d xDrive ausprobiert.

 


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