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BGH verbietet an Kinder gerichtete Werbung in Online-Spielen

20.07.2013 | 05:29 Uhr |

Onlinespiele dürfen Kinder künftig nicht mehr mit Werbung zum Kauf von virtuellen Zusatzinhalten anhalten.

Der Bundesgerichtshof musste sich in dieser Woche mit einem Anliegen des Verbraucherzentrale Bundesverbands beschäftigen. Dieser hatte gegen den Spieleentwickler Gameforge geklagt, der vor vier Jahren in seinem eigentlich kostenlosen Spiel Runes of Magic mit dem Slogan „Schnapp Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse 'Etwas'“ für den Kauf von zusätzlichen Inhalten geworben hatte.

Der BGH entschied, dass sich dieser Satz zweifelsfrei an Kinder richte. Die Bezahlmöglichkeit per SMS würde es zudem jungen Spielern ermöglichen, auch in vermeintlich gratis angebotenen Spielen in eine Kostenfalle zu tappen.

Derartige Werbemaßnahmen wurden vom Gericht verboten, auch im Internet sei der Schutz von Kindern hoch einzustufen. Die besagte Werbung in Runes of Magic würde gegen Paragraph 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb verstoßen. Dieser verbietet konkrete Aufforderungen an Kinder, eine bestimmte Ware zu erwerben. Der Hersteller beteuerte indes, dies seit 2009 nicht mehr wiederholt zu haben.

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Noch 2010 und 2012 entschieden Gerichte für Gameforge. Der Hersteller könnte innerhalb von 14 Tagen in Berufung gehen.

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