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Axel Springer klagt erneut gegen Adblocker-Macher

08.04.2019 | 13:17 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Der Axel Springer Verlag hat erneut eine Klage gegen einen Adblocker-Macher eingereicht. Der Vorwurf: Urheberrechtsverletzungen.

Der Streit zwischen dem Verlag Axel Springer und dem Unternehmen Eyeo, den Machern von Adblock Plus, geht in die nächste Runde. Jetzt reicht der Axel Springer Verlag eine neue Klage ein und wirft Eyeo dieses Mal den Verstoß gegen das Urheberrecht vor. Eine entsprechende Klage wurde beim Landgericht Hamburg eingereicht, wie die Mediendienste Horizont und Meedia am Montag übereinstimmend berichten. Der Hauptvorwurf lautet, dass der Werbeblocker von Eyeo den "Programmiercode von Webseiten" verändere und damit direkt "das rechtlich geschützte Angebot von Verlagen" verändere.

"Dadurch beschädigen sie langfristig nicht nur eine zentrale Finanzierungsgrundlage von digitalem Journalismus, sondern gefährden auf Dauer auch den offenen Zugang zu meinungsbildenden Informationen im Internet. Das werden wir nicht hinnehmen", so der Leiter Medienrecht bei Axel Springer, Claas-Hendrik Soehring.

Gegenüber heise.de bezeichnete eine Eyeo-Spreicherin die Vorwürfe als "fast schon absurd". Man habe die Klageschrift allerdings noch nicht erhalten.

Vor rund einem Jahr hatte Axel Springer noch vor dem Bundesgerichtshof (BGH) verloren und das höchste deutsche Gericht hatte entschieden, dass Eyeo mit dem Adblocker Plus kein rechtswidriges Geschäft oder unlauteren Wettbewerb betreibe. Auch wenn Eyeo von Werbetreibenden über das sogenannte "Acceptable Ads"-Geschäftsmodell die Zahlung von Geld verlange, um bestimmte Werbung über Whitelisting auch an Adblocker-Nutzer auszuliefern.

Tipp: Adblock für bestimmte Webseiten deaktivieren oder entfernen

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