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Ausstattung

29.06.2013 | 18:05 Uhr | Markus Pilzweger

Der S60-Musikplayer sieht auf dem ersten Touchphone von Nokia genauso aus, wie auf älteren S60-Handys. Musik wird nach Interpreten, Alben, Genres, Komponisten und Podcasts vorsortiert. Podcasts können direkt auf das Handy heruntergeladen werden. Hat man sich für ein Lied entschieden, landet man in einem Musikplayer, der Coverarts nur sehr klein anzeigt. Jetzt kann man mit dem frei einstellbaren Equalizer den Klang anpassen oder einen Bass-Boost zuschalten. Da Nokia beim 5800 einen speziellen Audiochip verwendet, gibt es beim Sound wenig zu meckern - zumindest, solange man gute Kopfhörer benutzt. Das mitgelieferte Kabelheadset bringt zwar Höhen gut zur Geltung, tendiert aber bei der spärlichen Basswiedergabe schnell zum Klirren. Ein UKW-Radio mit RDS und 20 Senderspeicherplätzen sorgt für musikalische Abwechslung.

Praxistest: Nokia 5800 XpressMusic
Vergrößern Praxistest: Nokia 5800 XpressMusic
© 2014

Im Prinzip hat Nokia den alten S60-Browser 1:1 übernommen und für die Fingerbedienung angepasst. Egal, ob man mit WLAN oder HSDPA (3,6 Mbit/s) ins Internet geht, im direkten Vergleich rendern Opera 9.5 oder der Safari-Browser des iPhones schneller. Auch das Scrolling ist bei den Konkurrenten flüssiger. Dafür ist die Darstellung fehlerfrei, allerdings empfanden wir die Bedienung nicht mehr so komfortabel, wie bei S60-Geräten ohne Touchscreen.

Zwar ist man auch mit WLAN ist man nicht viel schneller als mit HSDPA im Internet unterwegs, dank eines vorinstallierten SIP-Clients kann man allerdings günstig übers Internet telefonieren. Mit dem PC verbindet man das Nokia entweder über USB oder Bluetooth. Nahezu alle Profile, von SAP für die KFZ-Freisprechanlage bis zu A2DP zur kabellosen Übertragung von Musik, werden unterstützt.

Praxistest: Nokia 5800 XpressMusic
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E-Mail-Postfächer lassen sich dank eines Assistenten, der die meisten Einstellungen automatisch abruft, komfortabel einrichten. Nach der Eingabe von E-Mail-Adresse, Nutzernamen und Passwort ist das Handy zum Abruf neuer Nachrichten bereit. Im Posteingang werden übersichtlich 7 Kopfzeilen angezeigt. Der Kalender bietet Bekanntes und profitiert wie die Kontaktverwaltung von der neuen Touchscreen-Bedienung. Mit wenigen Klicks lassen sich neue Termine und Aufgaben festlegen, die Übersicht ist dank des großen Displays gut. Dazu trägt auch der Startbildschirm bei, auf dem die Termine der nächsten Tage angezeigt werden.

Praxistest: Nokia 5800 XpressMusic
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Mit dem großen Display ist das 5800 perfekt als vollwertiges Navi geeignet. Der Sattelitenfix dauert dank A-GPS nur wenige Sekunden, die Verbindung ist stabil. Einen weiteren dicken Pluspunkt heimst sich das erste Touchphone von Nokia für die kräftigen Lautsprechern ein. So bleiben die Routenanweisungen auch in lauter Umgebung noch verständlich. Alle Karten und Funktionen von Nokia Maps 2.0 sind umsonst, nur die sprachgeführte Navigation kostet extra.

Die 3,2-Megapixel-Kamera ist aktuell die unterste Grenze in Handy-Kamerabereich. Auch eignet sich das Gerät als Kameraersatz nur bedingt: Fotos wurden im Test oft mit Farbstichen versehen und die Bildschärfe ließ zu wünschen übrig. Darüber hinaus ist die Speicherzeit für die Bilder mit drei Sekunden zu lang. Der Autofokus verhindert ebenfalls Schnappschüsse, da er mindestens zwei Sekunden zum Scharfstellen benötigt. Der einzige Lichtblick ist der Videomodus, der mit 640x480 Pixeln Auflösung gute Nokia-Standardkost bietet.

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