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Ausblick

09.03.2005 | 15:15 Uhr |

Moores Gesetz lebt weiter
Immer wieder kommen Meinungen auf, dass die rasante Einwicklung in der Halbleiterindustrie bald an ihre Grenzen stoßen wird. Laut Intel ist aber kein baldiges Ende zu befürchten - zumindest die nächsten 15 bis 20 Jahre soll das Mooresche-Gesetz fortgeführt werden. Gordon Moore proklamierte bereits 1965, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem integrierten Schaltkreis alle 12 bis 18 Monate verdoppelt. Heute dauert die Verdoppelung zwar 18 bis 24 Monate, aber das von Intel zur Doktrin erhobene Gesetz gilt weiter.

Im Bild sehen Sie Gordon Moore. Der in der Abbildung angegebene "Montecito" ist ein Itanium-Prozessor mit zwei Kernen und 1,7 Milliarden Transistoren. Er wird noch 2005 debütieren.

Die Steigerung der Transistoranzahl geht Hand in Hand mit kleineren Halbleiterstrukturen - laut Intel werden Strukturbreiten von circa fünf Nanometern realisierbar sein.

Temposteigerung durch Parallelisierung
Die vielen Transistoren, die Intel künftig zur Verfügung hat, wird die Firma nutzen, um immer mehr Kerne in einen Prozessor zu integrieren. Die Zeiten, in denen Intel Tempogewinne in erster Linie durch höhere Taktraten erzielen wollte, scheinen vorbei ( wir berichteten ). Da CPUs mit vielen Kernen auch eine leistungsfähige Speicheranbindung erfordern, experimentiert Intel damit, den Speicher in die CPU zu integegrieren. Auch optische Schaltkreise stehen auf dem Programm ( wir berichteten ).

Bevor es allerdings soweit ist, könnte erst noch ein integrierter Speicher-Controller nach AMD-Vorbild auf dem Programm stehen ( wir berichteten ).

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