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Aus für Google-Drohne: Alphabet stellt Project Titan ein

12.01.2017 | 12:19 Uhr |

Alphabet (Google) entwickelt doch keine solarbetriebene Flugdrohne für den Aufbau von Internetverbindungen in unerschlossenen Gebieten. Project Titan ist tot.

Googles solarbetriebene Internet-Drohne ist abgestürzt. Bildlich gesprochen. Denn der Google-Mutterkonzern Alphabet hat sein Project Titan eingestellt, wie US-Medien berichten. 

Bei Googles Project Titan ging es um Folgendes: Flugdrohnen fliegen hoch oben am Himmel und bauen eine Internetverbindung für Gegenden auf der Erde auf, die bisher vom Internet abgehängt sind. Den für ihren Betrieb nötigen Strom beziehen die Drohnen aus Solarzellen. Google kaufte im Jahr 2014 eigens den Flugdrohnen-Hersteller Titan Aerospace für dieses Vorhaben - daher der Name Project Titan. Zusätzlich sollten die Titan-Drohnen auch noch hochauflösende Fotos von der Erde schießen und Luftmessungen vornehmen.

Als die Google-Verantwortlichen im Jahr 2015 den neuen Mutterkonzern Alphabet schufen, schlugen sie Project Titan der Entwicklungsabteilung Google X zu. Mitte 2015 stürzte eine Titan-Drohne in der Wüste von Arizona ab. Es traten immer neue technische Probleme bei der Entwicklung der Drohne auf, das Projekt wurde immer kostspieliger, gleichzeitig investierte Alphabet offensichtlich immer weniger in das Start-Up. Schließlich zog Alphabet die Reißleine und beendete Project Titan. Das passierte bereits Anfang 2016, wurde aber erst jetzt bekannt. Die an Project Titan beteiligten Mitarbeiter versetzte Alphabet zu Project Loon beziehungsweise in andere Abteilungen wie Project Wing – der Entwicklung einer Drohne zur Paketzustellung, mit der aber auch warmes Essen zu hungrigen Mägen geliefert werden kann. Auch bei Project Loon geht es um die Erschließung von bisher internetfreien Regionen für das Internet. Nur dass dabei Ballone als Technikträger fungieren.

Facebook experimentiert ebenfalls mit Drohnen zum Aufbau von Internetverbindungen. Beim Jungfernflug der Facebook-Drohne Aquila legte diese allerdings eine Bruchlandung hin und wurde ernsthaft beschädigt.

Übrigens gibt es in der IT-Welt noch ein weiteres Project Titan. Unter diesem Codenamen soll nämlich Apple an seinem Apple Auto alias iCar beziehungsweise an Technologien für selbstfahrende Autos bauen. Doch auch dieses Project Titan scheint mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Offensichtlich ist der Name Titan kein Glücksbringer.





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