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Auf Facebook: Standpauke für Grünen-Chefin Peter

03.01.2017 | 16:28 Uhr |

Gerhard Kirsch, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Hamburg, hat der Grünen-Chefin Simone Peter auf Facebook eine Standpauke erster Güte gehalten. Dafür gibt es Riesenbeifall von den Facebook-Nutzern.

Gerhard Kirsch, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hamburg, hat via Facebook der Grünen-Vorsitzenden Simone Peter Kontra gegeben. Peter hatte die Kölner Polizei für ihren Einsatz in der Silvesternacht 2016 kritisiert. Weil die Polizei „knapp 1000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt" habe – das sei Racial Profiling, so Peters Vorwurf. Peter stellte zudem die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit. Dass die Polizei durch ihr konsequentes Eingreifen ähnliche Ausschreitungen wie in der Silvesternacht 2015 verhindert hat, interessierte Peter offensichtlich weniger...

Peter erntete für ihre schwer nachvollziehbare Kritik Widerspruch von vielen Seiten. Selbst Spitzenpolitiker der Grünen gingen auf Distanz zu Peter, beispielsweise Cem Özdemir und Irene Mihalic.

Doch einen richtigen Volltreffer landete Gerhard Kirsch, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hamburg, mit seiner langen Stellungnahme auf Facebook. Der Polizeibeamter hielt mit seinem Unmut über die Äußerungen von Peter nicht hinter dem Berg, sondern schrieb Klartext:

„Sehr geehrte Frau Peter,

ich weiß zwar nicht, wo Sie Ihre Silvester-Nacht verbracht haben, aber es kann nach meinem Dafürhalten nicht in Köln, Hamburg oder an einem anderen neuralgischen Ort des Jahreswechsels 2015/16 gewesen sein. Es war deshalb auch sicherlich sehr schwer für Sie, die Lage entsprechend zu beurteilen. Sie werfen der Polizei vor, nach "Aussehen" zu überprüfen - meinten nach meiner Meinung wohl aber eher ein rassistisch motiviertes Vorgehen. Lassen Sie sich gesagt sein, dass alles getan wurde, um u.a. sexuelle Übergriffe auf Frauen jeglicher Hautfarbe und Aussehens nach den Erfahrungen des Jahreswechsels 2015/16 zu verhindern - und: Sie wurden mit wenigen Ausnahmen verhindert. Als Gewerkschafter und Polizeibeamter, der in der Silvesternacht in Hamburg bei seinen Kolleginnen und Kollegen war, empfinde ich ihre Äußerungen als einen Schlag ins Gesicht derjenigen, die eine hoch brisante Lage - nicht nur in Hamburg - mit Bravour gemeistert haben. Ihr Statement ist auch ein Schlag ins Gesicht der Bürgerinnen und Bürger, die - ohne belästigt und in ihrer Würde oder am Körper verletzt zu werden - friedlich feiern konnten. Daraus resultierend spricht eine Art der Verachtung aus ihren Äußerungen, die ich als Landesvorsitzender der GdP Hamburg nicht hinnehmen kann. Meine Kolleginnen und Kollegen kommen seit Monaten aus den Stiefeln nicht mehr raus - und sorgen dafür, dass auch Sie in diesem Staat weiterhin ihre Meinung oder eben auch Unfug sagen können.“

Der Text geht noch weiter, Sie können Ihn hier vollständig lesen .

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