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Audi, BMW, Daimler, Here und Intel gegen Google, Apple und Tesla

05.01.2017 | 14:10 Uhr |

Audi, BMW, Daimler haben Intel als Anteilseigner beim Karten-Dienst Here an Bord geholt. Die deutschen Autobauer schmieden zusammen mit Intel und einigen asiatischen Investoren ein mächtiges Bündnis gegen Google, Apple und Tesla beim selbstfahrenden Auto.

Audi, BMW und Daimler haben ein Schwergewicht als Kooperationspartner für Here gefunden: Der Chip-Gigant Intel kauft den drei deutschen Automobil-Herstellern 15 Prozent am Karten- und Navigationsdienst Here ab.

Ziel der Beteiligung von Intel am Kartendienst Here sei es Intel zufolge gemeinsam mit den deutschen Automobilherstellern den nächsten Schritt in Richtung autonomes Fahren zu gehen. Here soll insbesondere in puncto Software-Architektur, wie beispielsweise bei der Aktualisierung von digitalen HD-Karten in Echtzeit, von Intels Einstieg profitieren.

So verändern Elektro-Autos und autonomes Fahren unser Leben

Intel schickt einen Vertreter in den Aufsichtsrat von Here, sobald der Einstieg in trockenen Tüchern ist. Dabei handelt es sich um Doug Davis, Senior Vice President und General Manager der Automated Driving Group (ADG) von Intel. Mit dem Abschluss des Deals rechnet Here im ersten Quartal 2017. Die Kartellaufsichtsbehörden müssen noch zustimmen.

Deutsche Auto-Bauer schmieden Bündnis gegen Google und Co.

Audi (mit dem Mutterkonzern VW), BMW und Daimler treiben damit konsequent ihr Projekt voran, beim Thema autonomes Fahren beziehungsweise bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Denn bisher stahl vor allem Google allen die Schau, wenn von selbstfahrenden Autos die Rede ist. Auch von Apple – Stichwort: iCar alias Apple-Auto und Uber und vor allem von Tesla ist in diesem Zusammenhang immer die Rede, obwohl vor allem Tesla mit seinem Autopiloten bereits mehrere Unfälle verursacht hat, von denen mindestens einer tödlich ausging. Google, Ford, Volvo, Uber und Lyft haben sich zudem in einer Lobbygruppe zum Thema autonomes Auto zusammengetan.

Bereits vor wenigen Tagen haben sich Audi, BMW und Daimler mit zwei großen chinesischen Firmen verbündet . So langsam ergibt das Ganze ein stimmiges Bild: Die deutschen Autobauer schmieden beim autonomen Fahren zusammen mit dem Chip-Riesen Intel ein Bündnis gegen Google, Apple, Tesla und anderen Größen aus dem Silicon Valley und stürmen zugleich den wichtigen asiatischen Markt. Denn ohne exaktes Kartenmaterial, wie es Here liefert, sind autonome Autos nicht möglich. Außerdem geht ohne leistungsfähige Software und Hardware gar nichts im selbstfahrenden Auto – dafür ist wiederum Intel genau der richtige Partner.

Hände weg vom Lenkrad und sich auf der Autobahn entspannt zurücklehnen. An genau dieser Technologie, dem sogenannten hochautomatisierten Fahren, forscht derzeit BMW. Wie weit diese Forschung bereits ist, haben wir uns auf einer Testfahrt über die A9 und die A92 zum Münchner Flughafen angeschaut. Die Technik übernahm auf dieser Strecke komplett das Ruder, fuhr eigenständig geradeaus, überholte und brachte uns sicher ans Ziel. Einen genauen Einblick in die Technik des hochautomatisierten Fahrens bekommen Sie in diesem Video.

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