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Audi: 9500 Stellen fallen bis 2025 weg

26.11.2019 | 15:26 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Audi baut bis 2025 in Ingolstadt und Neckarsulm 9500 Stellen ab. Für die verbleibenden Mitarbeiter gibt es eine Beschäftigungsgarantie bis 2029.

Der so langsam anlaufende Umstieg vom Verbrennungsmotor zum Elektro-Antrieb und sicherlich auch die Nachwehen des Diesel-Skandals ( Defeat Device/Abschaltvorichtung ) fordern ihren Preis: Der Ingolstädter Automobil-Hersteller Audi baut in Deutschland bis zum Jahr 2025 9500 Stellen an den Standorten in Ingolstadt und Neckarsulm ab. Im Management soll ein prozentual gleichwertiger Abbau erfolgen. Audi will so 6 Milliarden Euro einsparen und damit eine Rendite zwischen 9 bis 11 Prozent sicherstellen und Geld für Investitionen in Elektrifizierung und Digitalisierung gewinnen.

Der Stellenabbau soll allerdings ohne Kündigungen über die Bühne gehen, denn Audi schließt betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2029 aus. Das Unternehmen will die Stellenstreichungen stattdessen durch natürliche/altersbedingte „Fluktuation und ein neues attraktives Vorruhestandsprogramm“ erreichen. Das Unternehmen plane zudem auch bis zu 2.000 neue Expertenstellen in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung zu schaffen. Die Besetzung erfolge nach dem Grundsatz intern vor extern. Somit reduziere sich die Stellenzahl bei Audi insgesamt nur um 7500. Durch den Wandel fallen vorhandene Jobprofile weg und es entstehen dafür neue Berufsbilder, so Audi. Deswegen investiere Audi gezielt in zukunftsorientierte Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter, wie das Unternehmen mitteilt.

Audi- Vorstand und Arbeitnehmervertreter haben sich unter der Bezeichnung „Audi.Zukunft“ auf die oben beschriebene Grundsatzvereinbarung verständigt. Dabei geht es um „die Optimierung der Produktionskapazität an den beiden deutschen Standorten und die sozialverträgliche Anpassung von Arbeitsplätzen bei gleichzeitig verlängerter Beschäftigungssicherung bis Ende 2029.“ Die Vereinbarung tritt zum 29. November 2019 in Kraft und gilt für die nächsten zehn Jahre.

Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist es eine wirtschaftliche und zukunftssichere Auslastung zu ermöglichen. Die jährliche Werkkapazität in Ingolstadt wird daher auf 450.000 Fahrzeuge und in Neckarsulm auf 225.000 ausgelegt. Eine langfristige Zukunftsperspektive sollen künftige Elektromodelle garantieren, die in beiden Werken gebaut werden.

Der Standort Ingolstadt bereitet sich Audi zufolge aktuell auf die Produktion von „Premium-Elektrofahrzeugen“ vor. In Neckarsulm fährt ab 2020 der vollelektrische Audi e-tron GT vom Band. Auch die anderen Fertigungslinien sollen schrittweise für die Elektromobilität eingerüstet werden.

Für den Standort Neckarsulm wird ein zweckgebundener Fonds „Elektrifizierung Neckarsulm“ eingerichtet. Bis 2025 sollen 300 Millionen Euro in diesen Fonds fließen, der die notwendigen Baumaßnahmen zur Fertigung von Elektrofahrzeugen am Standort Neckarsulm absichert.

Laut Spiegel Online werden in Ingolstadt und Neckarsulm nach dem Stellenabbau noch rund 50.000 Menschen beschäftigt sein.

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