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Auch Spotify bietet bald Bezahl-Podcasts an

28.04.2021 | 14:42 Uhr | Denise Bergert

Spotify führt kostenpflichtige Podcast-Abos ein. Auf eine Gewinnbeteiligung verzichtet der Anbieter aber vorerst.

Nachdem Apple vor wenigen Tagen ein Abo-Modell für Podcasts ankündigte , zieht nun auch Spotify nach. Der Musik-Streaming-Dienst will seine Abo-Funktion für Bezahl-Podcasts vorerst nur in den USA anbieten und in den folgenden Monaten auf weitere Länder ausweiten. Wann die Podcast-Abos nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt. Apple will seinen Dienst hingegen bereits im Mai in 170 Ländern gleichzeitig launchen.

Nicht nur beim Launch-Zeitfenster, auch bei den Konditionen für Podcast-Produzenten unterscheiden sich die beiden Anbieter. Während Apple im ersten Jahr 30 Prozent und danach einen Anteil von 15 Prozent fordert, will Spotify in den nächsten zwei Jahren gar keinen Anteil von den Podcast-Machern. Erst nach Ablauf dieser Frist fordert das Unternehmen einen relativ kleinen Anteil in Höhe von fünf Prozent der generierten Einnahmen.

Für die Veröffentlichung der Podcasts bei Spotify müssen Produzenten auf die Plattform Anchor zurückgreifen. Ihre Hörer können das Podcast-Abo zudem nicht direkt in der Spotify-App abschließen, sondern werden dafür auf eine Website umgeleitet, über die dann der Bezahlprozess abgewickelt wird. Auf diese will Spotify die Gebühren für Abos in den App-Stores von Google und Apple vermeiden.

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