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Astra: Erster Raketenstart geht gehörig schief

30.08.2021 | 15:41 Uhr | Michael Söldner

Der erste Raketenstart der noch jungen Firma Astra endete in einem Totalausfall und lieferte dafür spektakuläre Bilder.

Das erst in diesem Jahr gegründete Unternehmen Astra will mit kleinen Raketen eine Marktlücke füllen. Mit 50 potenziellen Kunden und über 150 Millionen US-Dollar als Startkapital standen die Zeichen für das in Nordkalifornien ansässige Unternehmen eigentlich gut. Der erste Raketenstart verlief für das junge Startup jedoch alles andere als perfekt: Eine Sekunde nach dem Ende des Countdowns fing das Triebwerk Feuer. Dies resultierte in einer Seitwärtsbewegung der Rakete. Dennoch konnten die Triebwerke die Rakete noch nach oben katapultieren. Den Plan, die Rakete in die Erdumlaufbahn zu bringen, missglückte dennoch. In einer Höhe von 34 Kilometern geriet die Rakete ins Trudeln und stürzte schließlich wieder zu Boden.

Eigentlich war der Start sogar schon für den Vortag geplant, er musste jedoch auf den 28. August verschoben werden. Dass nun auch der zweite Startversuch derart missglückt ist, sorgt bei Firmenchef Chris Kemp dennoch nicht für Pessimismus. Im Gespräch mit CNBC teilte der Astra-Boss mit, dass die Mission offensichtlich nicht erfolgreich war. Dennoch habe man mit diesem Start viel gelernt. Der Fehlstart habe eine endlose Menge an Daten geliefert, die nun ausgewertet werden müssen. Die nächste Rakete mit der Bezeichnung LV007 befinde sich bereits in der Produktion. Der komplette Raketenstart von LV006 kann bei Youtube verfolgt werden. Im Video sind auch die Seitwärtsbewegung und das spätere Trudeln gut zu erkennen. Der Termin für den nächsten Startversuch steht aktuell noch nicht fest. Aufgeben komme für die Verantwortlichen nicht infrage.

 

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