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Apple verzichtet auf Auswertung von Siri-Sprachaufnahmen

02.08.2019 | 16:01 Uhr | Michael Söldner

Die Auswertung von Siri-Sprachaufnahmen wird nun auf Eis gelegt, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.

Jedes Kommando an Apples Assistentin Siri landet auch auf den Servern des Unternehmens. Durch eine Auswertung dieser Aufnahmen wollte Apple bislang die Qualität des Dienstes verbessern. Nachdem in der vergangenen Woche in einem Zeitungsbericht aufgedeckt wurde, dass auch private Unterhaltungen zwischen Ärzten und Patienten oder sexuelle Begebenheiten unter den Aufnahmen zu finden seien, reagiert Apple nun: Künftig will Apple seine Nutzer  ausdrücklich um Erlaubnis fragen , wenn Mitarbeiter die Mitschnitte noch einmal anhören wollen. Das Versprechen: Ohne Zustimmung würden private Gespräche nicht von Fremden angehört.

In einem Software-Update soll diese Frage an die Nutzer integriert werden. Bis dahin wolle man die Auswertung durch Mitarbeiter weltweit stoppen. Gleichzeitig soll der Prozess der Analyse der aufgezeichneten Sprachkommandos noch einmal überprüft werden. Mit seiner Praxis zur Qualitätssicherung steht Apple nicht allein da, auch Google oder Amazon werten Mitschnitte aus. Apple beteuerte in der Vergangenheit aber, dass nur weniger als ein Prozent der Aufnahmen und auch nur kurze Ausschnitte von menschlichen Mitarbeitern ausgewertet würden. Diese Vorgehensweise wird nun zum Schutz der Kunden auf Eis gelegt.

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