2479307

Apple-Nutzer aufgepasst: Polizei warnt vor Betrugs-Mails

08.01.2020 | 08:05 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die Polizei warnt vor aktuell im Umlauf befindlichen gefälschten Apple-Rechungen, die per Mail im Postfach landen.

Derzeit versuchen Online-Betrüger die Nutzer mit gefälschten Apple-Rechnungsmails hereinzulegen. Davor warnt die Polizei Niedersachsen am Dienstag in einer Mitteilung. Die Mails gaukeln den Nutzern vor, etwas über eine Apple-ID gekauft zu haben. Wer nichts bestellt hat und sich deshalb wundert und den Link "Melden Sie ein Problem" in der Mail anklickt, gerät in die Fälle der Betrüger. Erste Mails dieser Art kursierten bereits im Herbst 2019 und werden nun seit Weihnachten wieder verschickt. Vermutlich, so die Polizei, hoffen die Täter damit viele Apple-Neulinge hereinzulegen, die sich über Weihnachten beispielsweise eine neues iPhone oder iPad gekauft haben.

Die Betrüger-Mails enthalten oben rechts ein Apple-Logo und starten mit den Worten "Vielen Dank, dass Sie sich für den App Store entschieden haben - Ihre Bestellung wurde aufgegeben." Anschließend wird der Empfänger dann darüber informiert, dass über seine Apple-ID erfolgreich Inhalte bestellt wurden und er kann sich ein PDF mit der detaillierten Rechnung herunterladen. Sollte der Empfänger einen Kauf nicht getätigt haben, so wird er über einen Link im PDF darum gebeten, ein Problem zu melden und die Bestellung zu stornieren.

Der Link im PDF führt zu einer Betrüger-Website
Vergrößern Der Link im PDF führt zu einer Betrüger-Website
© Polizei Niedersachsen

Der Link führt dann aber natürlich nicht zu einer Apple-Seite, sondern zu einer gefälschten Apple-Seite, auf der die Nutzer aufgefordert werden, sich mit ihrer Apple-ID und dem dazugehörigen Passwort anzumelden. Anschließend werden noch diverse persönliche Daten inklusive Kontodetails abgefragt. Zum Abschluss soll der Nutzer auch noch mit einer Kreditkarte in der Hand ein Selfie hochladen.

Wer auf diesen Trick hereinfällt, der liefert also den Betrügern seine sämtlichen persönlichen Informationen inklusive seiner Bankdaten.

So verhalten Sie sich, falls Sie auf den Trick hereingefallen sind!

Die Polizei Niedersachen empfiehlt die Betrüger-Mails zu löschen und nicht auf die im PDF enthaltenen Links zu klicken. Wer darauf hineingefallen ist, sollte unverzüglich in Kontakt mit dem Apple-Support treten und seine Apple-ID-Zugangsdaten sofort hier über die echte Apple-ID-Website ändern.

Anschließend sollte eine Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle erstattet werden. Die Bank oder das Kreditinstitut sollten außerdem darüber informiert werden, dass man seine Zahlungsdaten inklusive eines Selfies hochgeladen hat. Dabei empfiehlt es sich auch, die Sperrung der Karte über die Rufnummer 116 116 zu veranlassen.

"Leider kann das hochgeladene Personalausweisdokument durch die Täter für diverse Zwecke im Netz missbraucht (Betrug, Konteneröffnung usw.) werden. Wichtig ist, dass Sie bei der Anzeigenerstattung unbedingt darauf hinweisen", erklärt die Polizei Niedersachsen. Mit den gestohlenen Apple-ID-Zugangsdaten könnten die Betrüger sich auch einen Zugriff auf die Daten und Geräte verschaffen. Denkbar wäre beispielsweise, dass ein Apple-Gerät von den Betrügern aus der Ferne gesperrt und die Besitzer erpresst werden.

PC-WELT Marktplatz

2479307