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Antivirus-Software für Windows 10 im Test - Dezember 2019

03.12.2019 | 11:11 Uhr | Frank Ziemann

Das AV-Test Institut hat 19 Antivirusprogramme für private Anwender unter Windows 10 getestet. Drei Produkte haben die maximale Punktzahl erreicht, Windows Defender hat dieses Ziel nur knapp verfehlt.

Hinweis: Hier geht es zum aktuellsten Vergleichstest der Antivirenprogramm für Windows 10

Das Magdeburger AV-Test Institut hat 18 Antivirusprogramme geprüft, die ihre Hersteller zur Zertifizierung eingereicht hatten. Zum Vergleich ist auch wieder der bei Windows 10 serienmäßige Microsoft Windows Defender dabei. Die ausführlichen Tests haben im September und Oktober unter Windows 10 (64 Bit) stattgefunden. Der vorherige Testbericht unter Windows 10 ist Anfang August erschienen. Demgegenüber fehlen diesmal Comodo und F-Secure, dafür ist Protected.net Total AV mit dabei. Ansonsten ist das Testfeld bis auf einige Versionsänderungen gleich geblieben.

Die Besten in der Kurzübersicht:
Von den 19 getesteten Produkten haben diese drei Kandidaten die volle Punktzahl von 18 Punkten erzielt:

Testergebnisse Antiviruslösungen für Windows 10
Vergrößern Testergebnisse Antiviruslösungen für Windows 10
© AV-Test

Die Testergebnisse
Die Mindestanforderungen für ein AV-Test-Zertifikat haben alle Kandidaten mühelos erfüllt. Die vollen 18 Punkte haben diesmal Bitdefender, Kaspersky Lab und Norton/Symantec erreicht. Knapp dahinter folgen acht Produkte, darunter Windows Defender, denen nur ein halber Punkt fehlt. Diese 11 Schutzlösungen erhalten das AV-Test-Prädikat „Top Product“. An der Spitze geht es also weiterhin recht eng zu.

Außer den Top 3 haben sechs weitere Antiviruslösungen die vollen sechs Punkte für die Schutzwirkung erzielt. Die meisten Produkte in diesem Test bieten eine gute bis sehr gute Malware-Erkennung. Erst zum Ende der Ergebnisstabelle hin fällt die Schädlingserkennung deutlich ab. Beim Schlusslicht Total AV ist die Schutzwirkung zumindest im Real-World-Test indiskutabel: unter 80 Prozent Malware-Erkennung im September und sogar unter 60 Prozent im Oktober.

Ausgebremst
AV-Test hat die Bremswirkung der Schutzprogramme auf einem Standard- und einem High-End PC geprüft. Dabei haben sich auch diesmal nur wenige auffallende Resultate gezeigt. Unterschiede zwischen beiden Rechnern sind zwar messbar, in der Praxis meist jedoch kaum zu spüren. Die Geschwister Avast und AVG bremsen beim Aufruf populärer Websites am stärksten, wenn auch auf niedrigem Niveau (um 20 Prozent). Bei der Installation gängiger Software machen sich fast alle Kandidaten am deutlichsten bemerkbar. PC Pitstop bleibt unter zehn Prozent, Kaspersky knapp darüber. Vor allem Malwarebytes Premium, Check Point ZoneAlarm und Total AV treten hierbei weitaus kräftiger auf die Bremse, BullGuard liegt ebenfalls über dem Durchschnitt. Malwarebytes verlangsamt auch den Start gängiger Anwendungen merklich. Das Kopieren von Dateien wird nur durch Avira und Bullguard ein wenig abgebremst (um 20 Prozent). Bei Downloads halten sich alle Produkte unauffällig im Hintergrund.

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Falscher Alarm
Bei der Zahl der Fehlalarme (Kategorie Benutzbarkeit) fällt vor allem ein Testkandidat zum wiederholten Mal aus dem Rahmen: PC Pitstop mit 55 Fehldiagnosen. Die sieben Falschdiagnosen bei K7 nehmen sich dagegen beinahe harmlos aus. Avira, Check Point ZoneAlarm, Kaspersky, McAfee und Vipre haben hingegen alle Tests absolviert, ohne auch nur einmal falschen Alarm auszulösen. Während beim Surfen im Web auch diesmal wieder kein einziges Programm Fehlalarme produziert hat, haben bei System-Scans (vollständige Prüfung eines sauberen Systems) viele Kandidaten mindestens einmal fälschlich Alarm geschlagen. Abgesehen von PC Pitstop liegt die Fehlerquote aller Produkte an der Grenze des Erträglichen oder darunter – gemessen daran, dass beim System-Scan fast 1,4 Millionen virenfreie Dateien zu überprüfen waren.

Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert. Darin haben wir mehr Gewicht auf die Schutzwirkung gelegt (60 Prozent), während AV-Test alle drei Kategorien gleichrangig wertet (vorletzte Spalte). In diesem Test ergibt sich daraus der eine oder andere Platztausch im Mittelfeld. Check Point ZoneAlarm klettert drei Plätze nach oben, weil bei gleicher Punktzahl die bessere Schutzwirkung entscheidet.

Punkte

gesamt mit Gewichtung

Hersteller/Produkt

Schutz

Geschwindigkeit

Benutzbarkeit

1:1:1

60:20:20

Bitdefender Internet Security 24.0

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Kaspersky Internet Security 20.0

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Symantec Norton Security 22.18 & 22.19

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Avast Free AntiVirus 19.7 & 19.8

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

AVG Internet Security 19.7 & 19.8

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Avira Antivirus Pro 15.0

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Trend Micro Internet Security 16.0

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

K7 TotalSecurity 16

6,0

6,0

5,5

17,5

17,7

Check Point ZoneAlarm PRO Antivirus + Firewall 15.6

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

McAfee Internet Security 22.5

5,5

6,0

6,0

17,5

17,1

Microsoft Windows Defender 4.18

5,5

6,0

6,0

17,5

17,1

Vipre Security VIPRE AdvancedSecurity 11.0

5,5

6,0

6,0

17,5

17,1

BullGuard Internet Security 19.0 & 20.0

5,5

5,0

6,0

16,5

16,5

G Data Internet Security 25.5

5,5

5,5

5,5

16,5

16,5

AhnLab V3 Internet Security 9.0

5,0

5,5

5,5

16,0

15,6

MicroWorld eScan Internet Security Suite 14.0

4,5

6,0

6,0

16,5

15,3

Malwarebytes Premium 3.8.3

4,0

4,5

6,0

14,5

13,5

PC Matic Inc. PC Matic 3.0

4,0

6,0

4,0

14,0

13,2

Protected.net Total AV 4.15

2,5

5,0

6,0

13,5

11,1

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