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Anrufe und SMS ins EU-Ausland ab 15.5. günstiger

13.05.2019 | 14:44 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Telefongespräche in das europäische Ausland kosten ab dem 15. Mai nur noch maximal 19 Cent pro Minute.

Telefongespräche in das europäische Ausland dürfen ab dem 15. Mai 2019 nur noch maximal 19 Cent pro Minute kosten. Für SMS-Nachrichten ins EU-Ausland dürfen Anbieter nur noch maximal sechs Cent pro Nachricht verlangen. Die entsprechende Entscheidung hatte das EU-Parlament im November 2018 beschlossen und die Änderung tritt nun am 15. Mai 2019 offiziell und damit in allen Ländern der Europäischen Union in Kraft.

Hinzu kommt noch die im jeweiligen Land geltende Mehrwertsteuer: Wer also aus Deutschland ein Telefongespräch in das EU-Ausland führt, der zahlt maximal 22,61 Cent pro Minute für ein Telefongespräch und maximal 7,14 Cent pro SMS. Die automatische Umstellung auf die neu regulierten Tarife erfolgt allerdings erst Mitte Juli 2019 bei den Providern.

Im Sommer 2017 hatte das EU-Parlament bereits die Roaming-Gebühren abgeschafft . Mit der ab dem 15. Mai 2019 eingeführten Obergrenze für Telefongespräche und SMS-Nachrichten ins EU-Ausland sollen nun auch diese Preise drastisch sinken.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt die neuen EU-weiten Preisobergrenzen in einer Mitteilung am Montag. Mit der neuen Regelung werde der europäische Binnenmarkt weiter gestärkt. "Überteuerte Anrufe und SMS aus dem deutschen Netz ins EU-Ausland gehören bald der Vergangenheit an“, so Susanne Blohm, Referentin des Teams Digitales und Medien beim vzbv. Die vzbv verweist dabei auch auf eine Untersuchung des Marktwächters Digitale Welt aus dem Jahr 2018, laut der die Anbieter im deutschen Netz für Anrufe ins europäische Ausland bis zu 1,49 Euro pro Minute verlangten.

Im Vorfeld hatte das EU-Parlament sogar eine völlige Abschaffung der Extra-Gebühr für EU-Auslandsgespräche in Betracht gezogen. Dies hatte auch die vzbv unterstützt. Mit den europäischen Mitgliedsstaaten hat sich das Europa-Parlament dann aber schließlich im Juni 2018 auf eine Obergrenze von 19 Cent pro Minute und 6 Cent pro SMS (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer) geeinigt. "Die neue Regelung ist zwar ein Kompromiss, da Inlandskosten für Gespräche immer noch günstiger sein können. Wegen der teilweise hohen Kostenersparnis ist die Regelung für Verbraucher aber grundsätzlich positiv zu bewerten“, erklärt Blohm.

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