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Anleihe bei Betamax

24.04.2002 | 16:46 Uhr | Markus Pilzweger

Daralyn Durie, Anwältin von 321 Studios, will ihre Klage auf der so genannten "Betamax-Verteidigung" aufbauen. Diese bezieht sich auf ein Verfahren im Jahr 1984, als die Filmindustrie gegen das damals bekannte Betamax-Videosystem klagte. Damals urteilten die Richter, dass das Videosystem zwar Urheberrechte verletze (indem man Filme kopieren konnte), ein Verbot der Technik aber nicht gerechtfertigt sei, da die Technik auch weitere Möglichkeiten biete, die keine Urheberrechte verletzen.

Durie zufolge habe auch DVD Copy Plus legale Anwendungsmöglichkeiten und sei somit vor dem DMCA geschützt. Das Programm kopiert eine DVD nicht 1:1. Vielmehr wird eine DVD gerippt, um sie auf eine oder mehrere CDs im SVCD-Format zu brennen.

Das Programm kopiert allerdings keinerlei Zusatzmaterial, wie beispielsweise Bonusmaterial oder Untertitel. Zudem sei die Software, die das eigentliche Kopieren übernehme, keine Eigenentwicklung, sondern unter Zuhilfenahme von Tools entstanden, die im Internet "frei erhältlich" sind, wie 321 Studios erklärt.

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