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Angst vor Hackern: Google-Auto nicht ständig online

11.01.2017 | 12:18 Uhr |

Google hat Angst vor Hackerangriffen. Deshalb sind die neuen selbstfahrenden „Google“-Autos nicht ständig mit dem Internet verbunden.

Alphabet, der 2015 gegründete Mutterkonzern von Google, hat seine Projekte mit selbstfahrenden Autos im Jahr 2016 im neuen Tochterunternehmen Waymo zusammengefasst.

John Krafcik, der CEO von Waymo, verblüfft nun laut einem Bericht der Financial Times die Öffentlichkeit mit einem überraschenden Bekenntnis: Waymos autonome Autos sind nicht ständig mit dem Internet verbunden. Weil Waymo Hackerangriffe verhindern will.

Denkbare Szenarien: Hacker könnten, wenn sie die Kontrolle über fremde Autos übernommen haben, Unfälle verursachen. Oder sogar die Insassen entführen. Zudem könnten die Angreifer alle Bewegungsdaten der Autos überwachen.

So verändern Elektro-Autos und autonomes Fahren unser Leben

Waymo lässt seine Autos, bei denen es sich um von Waymo angepasste Versionen des Minivans Chrysler Pacifica von Fiat-Chrysler handelt, immer nur dann kurz mit dem Internet eine Verbindung aufbauen, wenn es erforderlich ist. Autonomes Fahren bedeutet für Waymo also nicht, dass die selbstfahrenden Autos immer mit der Cloud verbunden sind. Die gesamte Selbstfahrtechnologie steckt bei Waymo im Auto und liegt nicht auf irgendwelchen Servern.

Waymo: Neue Google-Autos fahren ab Ende Januar 2017 autonom

Diese Aussage sollte einen nachdenklich stimmen. Wenn ausgerechnet der Internetgigant schlechthin bei seinen selbstfahrenden Autos auf eine ständige Internetverbindung aus Sicherheitsgründen verzichtet: Wieso wird dann in der Automobil-Branche so oft von „always online“ und ständiger Vernetzung gesprochen? Von Car-to-X und Car-to-Car? Wieso sollen also nach der Meinung vieler Forscher Autos ständig miteinander kommunizieren und sich zum Beispiel gegenseitig vor Staus und Gefahren warnen, wenn eben diese ständige Konnektivität selbst eine Gefahr darstellt? Zum Beispiel experimentiert Daimler mit Autos, die sich gegenseitig warnen. Und wieso müssen Autos von den Ampeln und von Servern ständig Verkehrslagedaten und Straßenzustandsdaten empfangen können, damit sie immer grüne Welle haben? Beispielsweise experimentiert Audi mit dieser Ampel-zu-Auto-Kommunikation.

Spannend: Wie wird Apple auf Googles Ansatz reagieren? Denn Apple forscht der aktuellen Gerüchtelage zufolge ebenfalls an Selbstfahr-Technologien.



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