2430702

Android-Konsole: Razer begräbt Ouya

23.05.2019 | 16:02 Uhr | Michael Söldner

Nach einem vielversprechenden Start im Jahr 2012 zieht Hersteller Razer nun den Stecker bei der Android-Konsole Ouya.

Bei ihrer Ankündigung auf Kickstarter im Jahr 2012 galt die Spielkonsole Ouya als Hoffnungsträger für viele Spieler. Sie erhofften sich von einem neuen Player in der Spieleindustrie frische Impulse, was zur erfolgreichen Finanzierung durch 8,6 Millionen US-Dollar führte. Nun zieht der aktuelle Besitzer Razer jedoch den Stecker: Am 25. Juni 2019 sollen alle Server der Android-Konsole abgeschaltet werden. Parallel dazu gehen auch Forge TV und Maccatz Mojo offline. Durch die Abschaltung fällt die Möglichkeit für Nutzerkonten auf der Ouya weg, Spiele können nicht mehr heruntergeladen werden und auch der Support wird eingestellt.

Laut Hersteller laufen nur noch Spiele und Anwendungen, die auch vorher schon ohne Internetverbindung ausgekommen sind. Eine Liste dieser Programme bietet Razer aber nicht an. Wie groß die Auswirkungen der Serverabschaltung letztlich sind, hängt von der aktiven Zahl der Spieler auf der Ouya ab. Konkrete Zahlen hierzu gibt es nicht. In Deutschland wurde die Konsole ab Ende 2013 im Handel angeboten. Der Verkauf an Razer erfolgte im Jahr 2015 zu einem nicht näher genannten Preis. Im gleichen Moment wurden aber schon die Produktion und der Verkauf der Plattform eingestellt. Damit wird die Ouya schon sechs Jahre nach ihrer Veröffentlichung zur Retrokonsole. Auf Ebay kostet die Plattform samt Controller gebraucht meist zwischen 20 und 30 Euro. 

Top 50: Die besten PC-Spiele aller Zeiten

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2430702