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Android-App-Desaster: Google nennt Grund und gibt weitere Tipps

24.03.2021 | 10:59 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Google hat den Grund für den Absturz vieler wichtiger Android-Apps verraten. Außerdem gibt Google weitere Tipps zur Lösung des Problems.

Google hat sich zu dem Desaster geäußert , das seit vorgestern Abend die Android-Smartphones von vielen Millionen Nutzern weltweit in Mitleidenschaft gezogen hat. Da sich viele wichtige Apps wie Outlook, Amazon, Google, Gmail, Chrome oder Ebay nicht mehr nutzen ließen, weil sie abstürzten.

Demnach habe Google am 22. März 2021 die ersten Berichte dazu erhalten, dass verschiedene Android-Apps sowohl von Google als auch von anderen Unternehmen plötzlich abstürzen würden. Google habe sofort mit Nachforschungen begonnen und herausgefunden, dass ein jüngst veröffentlichtes Update für die WebView-System-App die Probleme verursachen würde.

Google stoppte daraufhin die weitere Auslieferung dieses fehlerhaften Updates und veröffentlichte stattdessen eine korrigierte Version von WebView mit der Nummer 89.0.4389.105 . Wer bereits diese neue Version installiert bekam, bei dem traten die bekannten Probleme gar nicht erst auf.

Alle anderen Nutzer können die Absturzursache ihrer Android-Apps mit diesen Workaround beenden:

  • Öffnen Sie die App Google Play Store

  • Suchen Sie nach Android System WebView

  • Wählen Sie die "Update"-Option

  • Wiederholen Sie diesen Schritt für Google Chrome

Wie uns zahlreiche Leserzuschriften sowie unsere eigenen Erfahrungen bestätigen, funktioniert dieser Workaround zuverlässig.

In selten Fällen könne das oben beschriebene manuelle Update für WebView oder Chrome unter Android 10 oder 11 scheitern. In diesen Fällen rät Google zu dieser Vorgehensweise:

Öffnen Sie die Einstellungen-App Ihres Smartphones und gehen Sie über „Apps & Notications, Google Play Store, Storage & Cache“ zu „Clear Data“ (oder die entsprechenden deutschsprachigen Übersetzungen). Durch das Löschen dieser Daten können auch einige andere Einstellungen im Play Store wie Familieneinstellungen, Auto-Update-Einstellungen etc. gelöscht werden. Das sollten Sie danach also prüfen und die gewünschten Einstellungen wieder neu eintragen.

Wenn Sie „Clear Data“ vollzogen haben, sollte nun der oben beschriebene Workaround funktionieren.

Wer aus welchen Gründen auch immer nicht die oben beschriebenen Lösungsschritte nachvollziehen will, dem soll bald ein automatisches Software-Update für WebView und Chrome zu Hilfe kommen.

Hinweis 1: Auf einigen Geräten ist WebView nicht vorinstalliert. Auf solchen Geräten muss also nur der Browser Chrome aktualisiert werden.

Hinweis 2: Google rät davon ab Updates für Android System WebView manuell zu deinstallieren. Das könne bei bestimmten Apps zu Datenverlusten führen.

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