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Anderer Weg bei Gigabyte

24.09.2003 | 13:44 Uhr | Michael Schmelzle

Einen anderen Weg geht Gigabyte mit der Funktion Dual Power bei der Athlon-64-Platine GA-K8VNXP. Neben der herkömmlichen Stromversorgung für die Hauptplatine gibt's einen extra Slot (blau) (siehe Bild unten).

Der ist für eine Steckkarte gedacht, auf der sich eine zusätzliche Stromversorgung für die CPU befindet. Wird die Steckkarte, die im Lieferumfang enthalten ist, eingesteckt, versorgt sie die CPU automatisch mit Strom und entlastet so die Stromversorgung der Hauptplatine. Nach Angabe von Gigabyte sinkt dadurch die Temperatur im kritischen Bereich um circa 20 Grad Celsius (siehe Bild unten).

Ebenfalls aufschlussreich: Angeblich halbiert sich die Lebensdauer der Bauteile, die die Hauptplatine normalerweise mit Energie versorgen, bei einem Temperaturanstieg von 10 Grad Celsius. Folgt man Gigabytes Rechnung, halten die betroffenen Bauteile mit der aktivierten Steckkarte viermal so lange.

Hat der Athlon 64 also ein Hitzeproblem und sind die oben genannten Techniken ein muss? Alle anderen Hauptplatinenhersteller, die wir auf der Computex zu diesem Thema befragten, meinen nein. Zum einen sind die Kondensatoren, die den Strom liefern, je nach Qualität, für hohe Temperaturen von 90 bis 110 Grad ausgelegt. Die Lebensspanne liegt bei rund 10 Jahren. Sind die Features von Abit, Chaintech und Gigabyte also nur ein Marketing-Gag? Hier gibt's ein klares Nein von der Konkurrenz, wenn auch widerwillig. Denn es scheint unbestritten, dass niedrigere Temperaturen im kritischen Bereich die Stabilität erhöhen. Zudem lässt sich so der Prozessor viel besser übertakten.

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