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Analysten: Grafikkarten das ganze Jahr lang knapp

24.02.2021 | 16:55 Uhr | Michael Söldner

Auch im Verlauf des Jahres 2021 dürfte sich die Situation auf dem Markt der Grafikkarten nur geringfügig ändern.

Wer aktuell eine neue Grafikkarte kaufen möchte, sieht sich mit knappen Lagerbeständen, ausverkauften Modellen oder hohen Preisen konfrontiert. An dieser Lage dürfte sich auch in absehbarer Zeit nur wenig ändern, eventuell wird die Situation sogar noch schlimmer. Zu dieser Ansicht kommt Analyst Harlan Sur von J.P. Morgan . Er rechnet damit, dass die Grafikkarten das ganze Jahr über schwer zu bekommen sein werden. Sein Unternehmen geht davon aus, dass die Halbleiterhersteller die Nachfrage zwischen 10 und 30 Prozent unterschreiten. Es werde mindestens drei bis vier Quartale dauern, bis Angebot und Nachfrage sich angleichen. Noch weitere ein bis zwei Quartale müssten eingeplant werden, bevor die Lagerbestände wieder auf ein normales Niveau ansteigen.

Der Analyst Christopher Rolland von Susquehanna Financial malt sogar ein noch düsteres Bild: Er geht davon aus, dass die Knappheit bei den Chips im Frühjahr sogar noch schlimmer wird. Zwischen Bestellung und Auslieferung würden teilweise 14 Wochen liegen. Da die Nachfrage das Angebot so derart übersteigt, dürften auch die Preise für Grafikkarten weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Verschärft wird dieser Umstand noch durch das hohe Interesse an Grafikkarten durch Kryptominer. Diese kaufen die knappen Kontingente in großen Mengen auf und sorgen dadurch für einen weiteren Preisanstieg bei aktuellen Grafikkarten. Ein Teil der Knappheit lässt sich wohl auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie erklären. Die Zunahme an Heimarbeit sorgt für eine deutlich größere Nachfrage nach Office-Rechnern, in denen häufig auch eine Gaming-Grafikkarte verbaut sein soll. Dazu kommen stillstehende Fließbänder bei einigen Herstellern.

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