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Analyse: Windows 10 mit weniger Lücken als Linux, Mac OS und Android

10.03.2020 | 16:39 Uhr | Michael Söldner

Unter Windows 10 wurden im Jahr 2019 weniger Sicherheitslücken entdeckt als unter Linux oder Android.

Windows gilt gemeinhin als unsicherer und anfälliger als Linux oder Mac OS. Einer Analyse der National Institute of Standards and Technology’s National Vulnerability Database zufolge, ist insbesondere Windows 10 aber besser als sein Ruf. So habe es in den vergangenen 20 Jahren unter Debian Linux über 3.000 technische Sicherheitslücken gegeben, Android folgt mit 2.563 Lücken auf Platz 2. Mit Windows Server 2008 folgt das erste Microsoft-Betriebssystem erst auf Platz 9. Dazwischen reihen sich Mac OS, Ubuntu, Mozilla Firefox, Google Chrome und iPhone iOS ein.

Das aktuelle Windows 10 liegt mit 1.111 Sicherheitslücken nur knapp über dem als Sicherheitsrisiko eingestuften Flash Player von Adobe. Bezieht man lediglich die Sicherheitslücken des Jahres 2019 ein, so ist Windows 10 mit 357 Lücken auf der gleichen Position wie Windows Server 2016. Android und Debian Linux liegen mit 414 bzw. 360 Sicherheitslücken noch darüber. Betrachtet man lediglich die Hersteller der Programme und Betriebssysteme, so führt Microsoft die Charts der Sicherheitslücken in den vergangenen 20 Jahren aber deutlich an. Mit 6.814 Schwachstellen liegen die Redmonder noch vor Oracle, IBM, Google oder Apple. In Anbetracht der Vielzahl an Software-Produkten kann Microsoft dennoch einen guten Schnitt einfahren. Pro Software fanden sich 12,9 Sicherheitslücken, bei Google oder Apple liegt dieser Wert deutlich darüber. Die Zahlen machen zudem keine Angaben über die Ausmaße der Sicherheitslücken. Dafür gibt es Informationen zur Zeit, die durchschnittlich zum Auffinden der Sicherheitslücken benötigt wurde: Demnach wurden die Schwachstellen meist innerhalb von 197 Tagen entdeckt und in 69 Tagen beseitigt.

 

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