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Amazon will Lieferzeiten normalisieren & Wucherpreise bekämpfen

08.05.2020 | 12:36 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Amazon will die Priorisierung bestimmter Waren zurückfahren und alle Bestellungen wieder gleichberechtigt ausliefern. Aber nur unter einer Bedingung. Außerdem bekämpft Amazon Wucherpreise.

Amazon steht bei der Coronakrise wie kaum ein anderes Unternehmen im Fokus – wenn man von den Internetprovidern und den Herstellern diverser Tools für das Home Office wie zum Beispiel Teamviewer, Teams oder Zoom einmal absieht. Denn Amazon muss seit dem Beginn der Coronakrise deutlich mehr Waren ausliefern. Das führte zu Einschränkungen bei den Bestell- und Liefermöglichkeiten beziehungsweise zu einer Priorisierung bestimmter Produkte durch Amazon: Amazon weitet Versandstopp wegen Coronavirus aus.

Amazon muss aber gleichzeitig seine Mitarbeiter in den Warenlagern vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus schützen. Dabei gab es offensichtlich ernste Problem, weswegen ein Amazon-Vice-President hinwarf. Amazon bemüht sich nun offensichtlich dieses durch die Kündigung eines führenden Amazon-Managers entstandene negative Bild in der Öffentlichkeit zu korrigieren. Deshalb hat der Onlineversandriese noch einmal einen Überblick zu den Schutzmaßnahmen für seine Mitarbeiter veröffentlicht.
 
So gebe es Sicherheitsabstände von mindestens zwei Metern. Amazon stelle Schutzmasken bereit und habe Schicht- und Pausenzeiten verändert, um die nötige Distanz sicherzustellen. An den Standorten gebe es ausreichend Hand-Desinfektionsmittel. Zudem würden an den Standorten verstärkt gereinigt und desinfiziert. Amazon würde sogar die Temperatur seiner Mitarbeiter am Eingang messen.

Maßnahmen für Kunden

Für die Kunden relevant ist aber vor allem die kontaktlose Auslieferung der Bestellungen. Nach und nach wolle Amazon zudem jetzt die Priorisierung bestimmter für den täglichen Bedarf besonders wichtiger Waren (etwa Lebensmittel, Babyprodukte, Pflege- und Hygieneartikel) zurückfahren und auch andere Produkte wieder genauso schnell ausliefern. Das aber nur unter einer Voraussetzung: Die Lage in Deutschland müsse so stabil bleiben, wie es jetzt scheint.

Amazon betont außerdem, dass es gegen Anbieter vorgehen würde, die „mit überteuerten Preisen Profit aus der Krise schlagen wollen“. Bisher habe Amazon „mehr als eine Million solcher Angebote entfernt und weltweit mehr als 10.000 entsprechende Verkäufer-Konten gesperrt.“

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