2431115

Amazon will Alexa-Befehle ohne Zuruf ermöglichen

24.05.2019 | 16:02 Uhr | Michael Söldner

Ein neues Patent deutet an, dass Amazon künftig permanent die Sprache der Echo-Besitzer aufzeichnen möchte.

Wer einen smarten Echo-Lautsprecher von Amazon besitzt, muss jeden Befehl mit dem Kommando „Alexa“ starten. Es ist daher aktuell nicht möglich, Alexa ohne Ansprache oder am Ende eines Satzes zur Mitarbeit zu überreden. Amazon will daher die Aufnahme schon vor dem konkreten Zuruf ermöglichen. Hierfür wurde in den USA ein entsprechendes Patent eingereicht. Darin wird die Umgebung überwacht, die Aufnahmen landen im lokalen Speicher des Lautsprechers. 

Dies würde auch Befehle ermöglichen, bei denen das Aufwachwort „Alexa“ in der Mitte oder am Ende des Satzes gesprochen wird. Amazon nennt im Patent beispielsweise den Befehl „Spiel etwas Musik, Alexa. Die Beatles, bitte“. Noch werde die Technologie laut einem Amazon-Sprecher aber nicht verwendet. Zudem würde nicht jedes Patent zu einem finalen Produkt führen. Viele Nutzer würden mit einer permanenten Überwachung ihrer Gespräche um ihre Privatsphäre fürchten. Laut Amazon würden diese Daten aber erst an die Amazon-Server gesendet, wenn „Alexa“ in einem Satz entdeckt wurde. Dann könnte der Lautsprecher dank des neuen Patents die vorangegangenen Sätze berücksichtigen. Zusätzlich ließe sich die Aufnahmezeit auf 10 oder 30 Sekunden beschränken, so dass keine zu starken Einblicke in die Privatsphäre der Nutzer möglich wären.

Alexa-Sprachaufzeichnungen: So hindern Sie Amazon-Mitarbeiter am Mithören

PC-WELT Marktplatz

2431115