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Amazon testet Roboter, die 700 Pakete pro Stunde packen

13.05.2019 | 15:55 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Amazon testet in ersten Lagern den Einsatz von Pack-Robotern, die schneller und günstiger als Lager-Mitarbeiter sind.

Der Online-Versandgigant Amazon testet in den USA den Einsatz von Pack-Robotern, die in der Zukunft die Mitarbeiter in den Lagern ersetzen könnten. Einem exklusiven Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, der auf anonymen Quellen innerhalb Amazons basiert, stammen die Pack-Roboter von dem italienischen Hersteller CMC, tragen den Namen "Cartonwrap" und wurden speziell für die Bedürfnisse von Amazon entwickelt. Die Kosten sollen bei um die 1 Million US-Dollar pro Pack-Roboter liegen und seien testweise in ersten Amazon-Lagern im Einsatz. Jeder Pack-Roboter, so heißt es, mache 24 Arbeitsplätze überflüssig.

Die Pack-Roboter sind dem Bericht zufolge in der Lage, bis zu 700 Bestellungen pro Stunde abzuarbeiten und die entsprechenden Pakete versandbereit "auszuspucken". Damit seien die Roboter etwa vier bis fünf Mal schneller als ein Mensch bei der gleichen Tätigkeit.

Für die Bedienung der Maschine seien drei Menschen notwendig: Eine Person, die die von den Kunden bestellten Waren in die Maschine lädt, eine weitere Person die der Maschine die für das Packen der Pakete benötigte Pappe und den Kleber nachlädt und eine Person, die bei technischen Problemen eingreift und diese löst.

Gegenüber Reuters bestätigte eine Amazon-Sprecherin, dass die Pack-Roboter getestet werden. "Wir testen diese neue Technologie mit dem Ziel, die Sicherheit zu erhöhen, die Lieferzeiten zu verkürzen und die Effizienz in unserem gesamten Netzwerk zu steigern", so die Sprecherin in einer Mail an Reuters. Das eingesparte Geld, so betont es die Amazon-Sprecherin, werde in neue Dienste für die Kunden und für die Schaffung neuer Arbeitsplätze investiert.

Eine der Quellen von Reuters betonte auch, dass es Amazon nicht darum gehe, Pakete schneller zu packen, sondern darum, die Effizienz zu steigern und Geld zu sparen. Die betroffenen Mitarbeiter könnten eine Weiterbildung erhalten und technisch anspruchsvollere Aufgaben übernehmen.

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