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Amazon stellt umstrittenen Dash-Button weltweit ein (Update)

01.03.2019 | 12:51 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Amazon stellt seine umstrittenen Dash-Button weltweit ein. Bereits verkaufte Dash-Buttons sollen weiter funktionieren. Update: Stellungnahme von Amazon.

Amazon stellt den Dash-Button ein. Weltweit. Die kleinen Dash-Buttons, mit denen man die für den jeweiligen Dash-Button festgelegte Ware sofort auf Knopfdruck nachbestellen konnte, gehören damit der Vergangenheit an. Das berichten US-Medien.

Mit den Dash-Buttons konnte man unterschiedliche Gegenstände des täglichen Bedarfs wie Toilettenpapier, Waschmittel, Zahnpasta oder Hundefutter, aber auch Kondome und Champagner (siehe Aufmacherbild zu dieser Meldungen) rasch nachbestellen. Dazu brachte man den Dash-Button genau dort an, wo das benötigte Mittel gelagert und benutzt wurde. Also beispielsweise im Bad neben der Waschmaschine.

Bereits verkaufte Dash-Buttons sollen so lange weiter funktionieren, wie sie tatsächlich benutzt werden. Amazon verzichtet auf die Dash-Buttons laut Cnet deshalb, weil die Kunden im Smart Home insbesondere mit Alexa ebenfalls sehr leicht und schnell einkaufen können – das geht bei Alexa sogar leichter, als manchem Nutzer lieb sein dürfte. Außerdem will Amazon verstärkt virtuelle Dash-Buttons in seine Amazon-App und auf seiner Webseite integrieren. Außerdem haben einige Hersteller von Küchen-  und Badezimmergeräten einen Nachfüllservice bereits in ihre Geräte eingebaut. Das macht den Dash-Buttons ebenfalls überflüssig.

Update 12:50 Uhr: Stellungnahme von Amazon

Amazon Deutschland schickte uns folgende Stellungnahme zu: "Seit dem Start des Dash-Programms arbeiten wir kontinuierlich daran, das Einkaufserlebnis für unsere Kunden noch komfortabler und einfacher zu gestalten oder es in einigen Fällen sogar ganz verschwinden zu lassen. Wir haben weltweit Hunderte von Geräten mit Dash Replenishment auf den Markt gebracht, die automatisch Dinge des täglichen Bedarfs nachbestellen, sodass Kunden hieran nicht mehr denken müssen. Darüber hinaus haben wir Virtual Dash Buttons eingeführt. Diese sind digital verfügbar – sowohl online, als auch in der Amazon App. Zudem nutzen Kunden zunehmend Dienste wie Alexa Shopping oder das Spar-Abo, mit denen Lieblingsartikel ebenfalls schnell und einfach nachbestellt werden können.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns dazu entschlossen, den Fokus des Dash-Programms zu verlagern. Ab dem 28. Februar werden Dash Buttons weltweit nicht mehr bei Amazon erhältlich sein. Bestehende Dash-Button-Kunden können ihre Dash Buttons jedoch weiterhin verwenden.

Wir freuen uns darauf, unseren Kunden auch künftig das Einkaufserlebnis zu bieten, das ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Hierfür werden wir unter anderem unsere Dash Replenishment-Produktpalette erweitern und das Angebot an Virtual Dash Buttons ausdehnen.

Die Entscheidung des Oberlandesgerichtes München steht in keinerlei Zusammenhang mit dem Entschluss, den Dash Button weltweit nicht weiter anzubieten. Vielmehr handelt es sich um eine globale Entscheidung und die natürliche Weiterentwicklung des Programms. Wir haben immer gesagt, dass wir uns eine Zukunft vorstellen, in der Kunden zu Hause keinen physischen Knopf drücken müssen, um Produkte nachzubestellen. Bestehende Dash-Button-Kunden können ihre Dash Buttons weiterhin verwenden, um Produkte nachzubestellen. Wir werden nach wie vor Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts München einlegen." Update Ende

Besonders in Deutschland kritisierten Verbraucherschützer die Dash-Buttons scharf. Und im Januar 2019 urteilte das Oberlandesgericht München, dass die Dash-Buttons gegen Gesetze zum Schutz der Verbraucher verstoßen würden. Da eindeutige Informationen zur Ware sowie ein klarer Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlen würden.

Verbraucherzentrale NRW klagt gegen Amazon Dash

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