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Amazon fürs Schlachtfeld: US-Armee testet Hoverbike

18.01.2017 | 14:16 Uhr |

Die US-Armee hat erfolgreich ihr Hoverbike JTARV getestet. Die Drohne soll Soldaten im Kampf versorgen.

Die US-Armee hat erfolgreich ihr neu entwickeltes Hoverbike getestet. Die Flugdrohne soll irgendwann in der Zukunft Nachschub zu Soldaten auf das Schlachtfeld bringen. Das soll zeitnah passieren: Die Soldaten funken ihren akuten Bedarf an ihre Nachschubeinheit, deren Soldaten beladen die Drohne und diese fliegt sofort los. Von Reaktionszeiten unter 30 Minuten ist die Rede. Ein leitender Entwickler bezeichnete die Drohne deshalb scherzhaft als „Amazon auf dem Schlachtfeld“.

US-Armee lässt Hoverbikes für Soldaten entwickeln

Die US-Armee sowie das ebenfalls an dem Projekt beteiligte US-Marine-Korps entwickeln die Transport-Drohne natürlich nicht selbst, sondern haben die Unternehmen Malloy Aeronautics und Survice Engineering Co damit beauftragt. Den von Malloy Aeronautics entwickelten Prototypen unterzog das Verteidigungsministerium am 10. Januar 2017 einem Test auf dem Aberdeen Proving Ground im US-Bundesstaat Maryland.

Die Drohne ist ein Quadcopter mit einer Aufnahmevorrichtung für den Transport von Nachschub. Die Drohne kann sowohl knapp über der Erde fliegen und so unter feindlichem Radar durchfliegen, als auch sehr hoch fliegen. Mit bis zu 60 Meilen pro Stunde, rund 96 km/h.

Die Transportdrohne hört auf den Namen Joint Tactical Aerial Resupply Vehicle (JTARV). Bis die Drohne aber einsatzbereit ist, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Zunächst einmal müssen die Entwickler ihre Reichweite vergrößern. Im Idealfall soll das Hoverbike bis zu 125 US-Meilen, das sind rund 201 Kilometer, weit fliegen können. Um das zu erreichen soll der bisherige Elektroantrieb durch einen Hybridantrieb ersetzt werden. Zudem wollen die Ingenieure die Traglast auf über 360 Kilogramm steigern. Außerdem wollen die Entwickler noch das Navigationssystem des Hoverbikes optimieren.



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