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Amazon: Streik an Black Friday bis Cyber Monday

29.11.2019 | 09:09 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Seit gestern Nacht und bis einschließlich Cyber Monday bestreikt Ver.di alle Amazon-Standorte. Teilweise dauern die Streiks sogar bis Dienstag.

Ausgerechnet heute am Black Friday hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di zu Streiks an allen Amazon-Standorten aufgerufen. Die Streiks sind auf mehrere Tage angelegt und umfassen auch noch den kommenden Cyber Monday (2.12.). Laut Ver.di wird an allen Amazon-Standorten diesen Freitag (29. November), Samstag (30. November) und Montag (2. Dezember) gestreikt. Die Arbeitsniederlegungen haben laut Ver.di in der Nacht von Donnerstag auf Freitag begonnen und betreffen die Standorte Rheinberg, Werne (beide NRW), Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Leipzig (Sachsen) und Graben (Bayern). In Koblenz, Leipzig und Bad Hersfeld soll der Streik bis in den frühen Dienstagmorgen (3. Dezember) andauern.
 
Die Auseinandersetzung zwischen Ver.di und Amazon dauert schon mehr als fünf Jahre an. Ver.di fordert, dass für die Amazon-Mitarbeiter die Tarifbedingungen des Einzel- und Versandhandels gelten sollen – das hätte höhere Löhne zur Folge. Amazon lehnt dies jedoch ab und legt die schlechteren Vorgaben des Tarifvertrags für die Logistikbranche zu Grunde.

"Amazon bewirbt den Black Friday und den Cyber Monday mit extremen Preisnachlässen. Die Beschäftigten bei Amazon sagen dagegen: Ihre harte Arbeit ist nicht zu Schleuderpreisen zu haben. Sie fordern einen Tarifvertrag für existenzsichernde Löhne und gute und gesunde Arbeit. Amazon muss endlich seine unsägliche Blockadepolitik aufgeben. Das Unternehmen behauptet fortwährend, was für ein toller, transparenter Arbeitgeber man sei. Aber grundlegende Rechte werden den Beschäftigten vorenthalten und der Alltag bei Amazon besteht aus Arbeitshetze und extremem Druck. Das führt dazu, dass viele Beschäftigte krank werden", betonte Orhan Akman, ver.di-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel.
 
Amazon hat die Vorwürfe von Ver.di immer zurückgewiesen. Im April 2019 sagte ein Amazonsprecher gegenüber PC-WELT: „Die von der Gewerkschaft erhobenen Vorwürfe weisen wir zurück. Amazon beweist jeden Tag, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein kann. Wir achten sehr auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Belegschaft und bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist….“.
 
Die Auswirkungen für die Amazon-Kunden dürften überschaubar bleiben. Ver.di hatte in der Vergangenheit die Amazon-Standorte schon öfter bestreikt, doch Amazon schaffte es in der Regel trotzdem problemlos die Lieferungen pünktlich zuzustellen. Amazon sagte dazu im April 2019: "Die von der Gewerkschaft organisierten Streikaktivitäten haben keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal.“

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