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Amazon-Chef: Über 16.000 Dollar für Strafzettel wegen Falschparkens

04.02.2020 | 15:49 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Amazon-Chef Jeff Bezos zahlte 16.840 US-Dollar (umgerechnet rund 15.248 Euro) nur für Strafzettel wegen Falschparkens. Rund um seine 23 Millionen Dollar teure Villa, die er für weitere 12 Millionen Dollar umbauen ließ.

Amazon-Chef Jeff Bezos zahlte bisher 16.840 US-Dollar (umgerechnet rund 15.248 Euro) nur für Strafzettel wegen Falschparkens. Das berichtet die Nachrichtenseite The Verge unter Berufung auf den TV-Sender wusa9, der sich wiederum auf das zuständige District of Columbia Department of Public Works beruft. Bezos parkte aber nicht etwa selbst so oft im Halteverbot.

Denn der reichste Mann der Welt ließ jahrelang seine Villa in der US-Hauptstadt Washington im Stadtteil Kalorama renovieren. Bezos hatte das Anwesen für 23 Millionen Dollar gekauft, es handelt sich dabei um ein ehemaliges Textil-Museum. Das Anwesen umfasst laut Gizmodo elf Schlafzimmer, einen Weinkeller und einen Whiskey-Verkostungsraum sowie ein kleines Privatkino.

Damit die Villa seinen Ansprüchen genügt, gab Bezos laut The Verge weitere 12 Millionen Dollar für den Umbau aus. Doch den mit den Baumaßnahmen beauftragten Handwerkern standen vor der Villa nicht genügend legale Parkflächen zur Verfügung. Also mussten diese falsch parken und kassierten dafür fortlaufend Strafzettel. Die offensichtlich Bezos bezahlte.

Die Gesamtsumme von 16.840 US-Dollar verteilt sich auf 564 Tickets. Ein Strafzettel kostet also knapp 30 Dollar. Die 564 Strafzettel fielen zwischen Oktober 2016, als Bezos sein neues Luxusanwesen kaufte, und Oktober 2019, also die Arbeiten ausliefen, rund um das Anwesen an. Die Strafzettel wurden für Parken unter “no parking”-Schildern, für unberechtigtes Parken auf Anwohnerparkplätzen, für das Blockieren von Zebrastreifen und für das Behindern von Fußgängerwegen ausgestellt. Wenn man den untersuchten Raum noch etwas erweitert, kommt man sogar auf 18.000 Dollar für Strafzettel wegen Falschparkens rund um Bezos' Villla.

Zu allen 564 erfassten Strafzetteln verriet die Behörde natürlich nicht explizit den Namen des Betroffenen. Aber der Zusammenhang zwischen den Strafzetteln und Bezos sei offensichtlich, zudem habe ein Generalunternehmer verraten, dass er eigens einen Shuttle-Service von und zu einer entfernteren Parkfläche für seine Mitarbeiter eingerichtet hatte, um den „Park-Albtraum“ zu vermeiden, wie eine anonyme Quelle verriet. Trotzdem kann sich unter den 564 Strafzetteln durchaus der eine oder andere befinden, den Bezos nicht bezahlen musste.

Die Arbeiten scheinen mittlerweile großenteils erledigt zu sein, Bezos habe bereits eine Party mit zahlreichen Prominenten wie Bill Gates und Ivanka Trump in seinem frisch renovierten Haus gefeiert. Dass Ivanka Trump, die Tochter von Donald Trump, samt Ehemann Jared Kushner, an der Feier im Haus des Amazon-Chefs teilnahm, überrascht etwas. Denn Donald Trump und Jeff Bezos sind bekanntlich beste Feinde.

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