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Allchin: Bill Gates ist fleißiger Beta-Tester

30.01.2006 | 16:31 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Allchin verwies darauf, dass Windows Vista zahlreiche neue Features enthalten wird, die noch in keinem anderen Betriebssystem in der Form realisiert worden seien.

Hierzu würden zählen: 3D-Ansichten von Fenstern, eingebaute Handschriftenerkennung, Online-File-Sharing, Schutz vor Phishing-Attacken und das "Sideshow"-Features. Letzteres wird bei eigens dafür vorgesehenen Notebooks zum Einsatz kommen. Dabei können Notebook-Hersteller ein zweites, kleines Display auf dem Gehäuse anbringen, auf dem Windows Vista Informationen anzeigt. Die Informationen sind auch dann verfügbar, wenn das Notebook ausgeschaltet ist. Anwender können die gewünschten Informationen von der Festplatte auf einen Flash-Speicher übertragen und so beispielsweise auf ihre Kontaktlisten zugreifen. Die Bedienung erfolgt über fünf Tasten unter dem kleinen Display.

Der eifrigste Betatester der eingebauten Handschriftenerkennung in Vista ist, das verriet zumindest Allchin, Bill Gates. "Bill ist ein extremer Nutzer von Tablet PCs. Darauf schreibt er Notizen und organisiert seine Dinge. Er ist nicht nur sehr anspruchsvoll, sondern auch seine Handschrift ist nicht die Beste", sagte Allchin.

Seitens der CTP-Tester habe man die Kritik gehört, dass die Rechner teilweise nicht leistungsstark genug sind oder die richtigen Grafikkarten-Treiber fehlen, um alle Features der neuen Oberfläche von Vista zu nutzen. Die CTP-Tester hätten sich aber auch positiv über die Verbesserung der Stabilität und der Sicherheit geäußert. Insbesondere Malware würde es künftig schwer haben, sich im Betriebssystem einzuschleusen. Wer den mitgelieferten Internet Explorer 7 im abgesicherten Modus zum Surfen nutzt, der werde ebenfalls automatisch vor trojanischen Pferden und Spyware sicher sein. Insgesamt sollen es Angreifer künftig schwerer haben, Administrator-Rechte auf einem System zu erhalten. Ähnlich wie Linux/Unix werden auch Vista-Systeme geschützt sein, selbst wenn ein Angreifer einen Absturz des Systems verursacht.

Die Frage, ob Microsoft mit Windows Vista zum finalen Angriff auf Apple bläst, quittierte Allchin mit einem Lachen. Er betonte, dass Apples Mac ein gutes Produkt sei, aber in einigen Bereichen, wie beispielsweise beim Gaming, nicht gut genug sei. Microsoft wolle mit der Oberfläche von Windows Vista eine größere Zielgruppe ansprechen. Dazu würden neben normalen Anwendern auch Geschäftskunden ebenso zählen, wie Kinder und Multimedia-Fans. Wie gut das Ergebnis schließlich sein wird, werden die Anwender beurteilen müssen. "Wir versuchen lediglich das beste Produkt zu machen, dass wir machen können", versprach Allchin.

Schlechte Nachricht: Allchin dementierte, dass alle Windows-Vista-Varianten und -Sprachversionen weltweit auf einem Medium ausgeliefert werden. Man würde dies gerne tun, habe aber dafür nicht die Zeit. Stattdessen wolle Microsoft den Vista-Käufern einen neuen "Windows Anytime Upgrade"-Dienst anbieten, mit dem sie bequem von einer Vista-Variante auf die nächste wechseln können. Genauere Details hierzu, insbesondere hinsichtlich der Preise, wollte Allchin allerdings noch nicht nennen.

Windows Vista: Qualität bestimmt das Tempo (PC-WELT Online, 30.01.2006)

Windows Vista: Programmoberfläche noch nicht final (PC-WELT Online, 27.01.2006)

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