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Aldi: Gaming-PCs mit RTX 3070/3080 ab 27.5. 0 Uhr bestellbar - lohnt sich der Kauf?

26.05.2021 | 19:02 Uhr | Sebastian Schenzinger

Aldi bietet online ab dem 27.5. 0 Uhr mit dem Engineer X10 und dem Hunter X20 zwei Gaming PCs mit Intel-Prozessoren der 11. Generation und RTX-3000-GPUs an. Beide PCs sind in Anbetracht der aktuellen Marktlage alternativlos.

Aldi aktualisiert sein Gaming-PC-Lineup auf die aktuellen Intel Prozessoren der 11. Generation und RTX 3000 Grafikkarten. So stehen ab dem 27.05.2021 sowohl bei Aldi Nord als auch bei Aldi Süd mit dem Medion Erazer Engineer X10 für 1.499 Euro und dem Medion Erazer Hunter X20 für 2.799 Euro zwei neu aufgelegte Produkte in den Online-Regalen.

Bei Aldi Nord sind beide PCs ab Mitternacht bestellbar (27.5. 0 Uhr):

Aldi Nord: Medion Erazer Engineer X10 mit RTX 3070 für 1.499 Euro bestellen

Aldi Nord: Medion Erazer Hunter X20 mit RTX 3080 für 2.799 Euro bestellen

Bei Aldi Süd beginnt der Verkauf später, hier sind die PCs ab 8 Uhr am 27.5. verfügbar:

Aldi Süd: Medion Erazer Engineer X10 mit RTX 3070 für 1.499 Euro bestellen

Aldi Süd: Medion Erazer Hunter X20 mit RTX 3080 für 2.799 Euro bestellen

Beim Gaming-PC Engineer X10 setzt Medion im Vergleich zum Februar jetzt auf einen Intel Core i7-11700 statt dem i7-10700 und schnelleren Arbeitsspeicher. Der Hunter X20 wiederum ähnelt dem Hunter X10 vom Januar sehr stark. Hier hat Medion auf den Core i9-11900K und eine RTX 3080 aufgerüstet. Wir verraten Ihnen, ob die Konfigurationen sinnvoll sind und ob der Preis in Ordnung geht.

Wer aktuell auf der Suche nach einer RTX-Grafikkarte ist, ist fast schon gezwungen, zu einem Komplett-PC zu greifen - das ist die einzige Chance, wenigstens noch halbwegs erträgliche Preise zu ergattern. Positiv tut sich da in letzter Zeit immer wieder Aldi hervor: Die Gaming-PCs des Discounters sind immer mal wieder echt sinnvoll konfiguriert und vor allem: Konkurrenzlos günstig. Jetzt gibt's mit dem Erazer Engineer X10 und dem Erazer Hunter X20 wieder zwei Highend-Gaming-PCs mit RTX 3070 & RTX 3080. Was alles drin steckt und ob Ihr zugreifen solltet, erfahrt Ihr in diesem Video.

► Alle Infos zum nachlesen:
www.pcwelt.de/2586967

► Leistungsstärkstes Notebook der Welt bei Aldi?
www.pcwelt.de/2587135

Alternativen zu den Aldi PCs

Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, waren die beiden Aldi-PCs mal wieder in Rekordzeit vergriffen. Wenn Sie leider kein Glück hatten, haben wir ein paar Alternativen für Sie herausgesucht:

Alternativen für Medion Erazer Engineer X10:  Wenn wir nach einem anderen Fertig-PC mit verbauter RTX 3070 suchen, dann ist das günstigste und auch lieferbare Angebot der  C aptiva G12IG Gaming PC für 1719 Euro bei Mediamarkt . Mit einem Intel Core i5-10400F, 16 GB RAM und einer Kombination aus 240 GB SSD und 1 TB HDD ist er aber nicht nur schwächer aufgestellt als der Aldi-PC, sondern auch teurer. Eine andere Option wäre der Acer Predator Orion 3000 mit Intel Core i7-10700F für 1749 Euro.  Damit ist der Acer PC aber nicht nur um 150 Euro teurer, sondern bietet mit 16 GB RAM auch nur halb so viel Arbeitsspeicher, weshalb der Aldi-PC die bessere Wahl gewesen wäre.

Alternativen für Medion Erazer Hunter X20 : Wenn wir uns auf dem Fertig-PC-Markt umschauen, ist es aber auch hier wieder schwer eine sinnvolle Alternative zu finden. Es kommt eigentlich nur der HP Omen 30l Desktop in Frage, den es in unterschiedlichen Ausstattungen gibt. Für  2599 Euro  bekommen Sie die Variante mit Intel Core i7-10700K, 1 TB SSD und 1 TB HDD. Für  2699 Euro  wiederum gibt es den PC auch mit Intel Core i9-10850K, 512 GB SSD und 2 TB HDD. Gegenüber beiden Angeboten steht der Medion Hunter X20 jedoch etwas besser da.

Medion Erazer Engineer X10 für 1.499 Euro: Konfiguration und Einschätzung

  • Nvidia Geforce RTX 3070 mit 8 GB GDDR6-Videospeicher

  • Intel Core i7-11700 mit 2,5 bis 4,9 GHz und 8 Kernen sowie 16 Threads

  • Mainboard mit Intel Sockel 1200 (keine genaueren Angaben)

  • 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu 3200 MHz)

  • 1 TB PCIe-SSD

  • In Win 301 Gehäuse mit Glassichtfenster und beleuchtetem Front-Panel

  • vermutlich 650-Watt-Netzteil (keine genaueren Angaben)

  • Wi-Fi 6 & Bluetooth 5.1

  • Windows 10 Home vorinstalliert

  • 3 Jahre Garantie

Ob Medion sich mit dem "Upgrade" auf die 11. Generation von Intel einen Gefallen gemacht hat, bleibt fraglich. Das Problem ist. dass der verbaute Core i7-11700 sehr stark vom Powerlimit von 65 Watt ausgebremst wird, wie auch unser Test des Core i5-11400F gezeigt hat, der sogar mit zwei Kernen weniger nicht mit 65 Watt auskommt und heruntertaktet. Im schlimmsten Fall rechnet der Core i7-11700 dadurch sogar langsamer als sein Vorgänger in Form des Core i7-10700. Da Aldi keinerlei Informationen zum Mainboard und dem verbauten Kühlkörper bereitstellt, können wir leider nicht sagen, ob ein Aufheben der Powerlimits möglich ist. Ebenso ist nicht sicher, ob überhaupt ein Mainboard mit PCIe 4.0 Unterstützung zum Einsatz kommt, was der Prozessor beherrscht. Aus unserer Sicht wäre der Core i7-10700K so oder so die bessere Wahl gewesen, dieser rechnet nämlich nicht nur schneller, sondern kostet auch 30 Euro weniger.

Auch zum Netzteil macht Medion keinerlei Angaben. Wir gehen davon aus, dass wieder ein 650 Watt Netzteil verbaut ist, wobei der Hersteller unbekannt ist und es keine Informationen zur Effizienz gibt. Aber das sind wir vom Discounter mittlerweile ja gewöhnt. Die restliche Ausstattung mit 32 GB Arbeitsspeicher, der mit bis zu 3200 MHz taktet, der 1 TB großen PCIe-SSD, sowie dem In Win 301 können sich sehen lassen. Schlussendlich hängt jedoch alles von der verbauten Grafikkarte ab, der RTX 3070 beziehungsweise besser gesagt deren Preis. Wir haben den PC soweit möglich nachkonfiguriert und kommen ohne Grafikkarte auf gute 890 Euro. Da sowohl Aldi Nord als auch Aldi Süd für den Engineer X10 1499 Euro veranschlagen, bleiben für die Grafikkarte und den Zusammenbau 609 Euro übrig. Für diesen Preis bekommen Sie aktuell nicht annähernd eine RTX 3070, wie der Preisvergleich zeigt. Aus aktueller Sicht ist der Aldi-PC also ein Schnäppchen, auch wenn wir an der Konfiguration ein paar Dinge auszusetzen haben. Sollten die Preise für Grafikkarten jedoch irgendwann wieder auf ein normales Niveau sinken, bekommt der Medion Rechner keine Empfehlung mehr. 

Medion Erazer Hunter X20 für 2.799 Euro: Konfiguration und Einschätzung

  • Nvidia Geforce RTX 3080 mit 10 GB GDDR6X-Videospeicher

  • Intel Core i9-11900K mit 3,5 bis 5,3 GHz und 8 Kernen sowie 16 Threads

  • MSI MPG Z490 Gaming Edge WiFi

  • 32 GB Kingston HyperX Fury DDR4-Arbeitsspeicher (bis zu 3200 MHz)

  • 1 TB PCIe-SSD

  • 4 TB HDD

  • In Win 103 Gehäuse mit Glassichtfenster und beleuchtetem Front-Panel

  • Alphacool Eisbaer 240 Wasserkühlung mit 2 InWin Saturn aRGB 120 mm Lüftern

  • Seasonic Focus GX 750

  • Wi-Fi 6 & Bluetooth 5.1

  • Windows 10 Home vorinstalliert

  • 3 Jahre Garantie

Bei der Auswahl des Prozessors hat Medion in Anbetracht des Preis-Leistungs-Verhältnises einiges an Potential verschenkt, auch wenn es ein Intel-Prozessor sein muss. So konnte der Intel Core i9-11900K bei uns im Test in keinster Weise überzeugen. Sein kleinerer Bruder, der Intel Core i7-11700K , unterscheidet sich nur durch etwas geringere Boost-Taktraten und rechnet dadurch nur marginal langsamer. Dafür kostet er mit derzeit 389 Euro zu 599 Euro jedoch deutlich weniger. Eine noch bessere Wahl wäre aus unserer Sicht der Core i9-10850K gewesen, der zwei zusätzliche Rechenkerne für nur 376 Euro bietet und in Spielen nur ganz knapp hinter dem 11900K liegt. Lobenswert ist dagegen der Griff zum MSI MPG Z490 Gaming Edge Wi-Fi. Da MSI offiziell bekannt gegeben hat, dass auch alle Z490-Hauptplatinen PCIe 4.0 unterstützen, macht es quasi keinen Sinn zu einem teureren Z590-Mainboard zu greifen.

Schön ist auch, dass Medion auf ein 750 Watt Markennetzteil von Seasonic mit Gold-Zertifizierung sowie eine 240 Millimeter große All-in-One-Wasserkühlung von Alphacool setzt. Auch beim Speicher ist der PC mit 32 GB RAM, einer 1 TB großen PCIe-SSD sowie einer 4 TB HDD üppig aufgestellt. Wir haben den Hunter X20 soweit möglich nachkonfiguriert und kommt auf einen Preis von 1506 Euro (ohne Lüfter und ohne Grafikkarte).

Wenn wir für die Lüfter gute 40 Euro veranschlagen, bleiben für den Zusammenbau und die RTX 3080 1250 Euro übrig, um auf den Preis von 2799 Euro bei Aldi Nord und Aldi Süd zu kommen. Hier macht sich Aldi die aktuell schlechte Marktlage für Grafikkarten zunutze. Laut Nvidia soll die RTX 3080 nämlich 719 Euro kosten, im Preisvergleich ist die Karte derzeit jedoch nicht für unter 2000 Euro zu finden. Nichtsdestotrotz hätten wir es deutlich sinnvoller gehalten, wenn Aldi statt dem 11900K den oben angesprochenen 10850K verbaut hätte und den Preis dadurch auf 2499 Euro hätte drücken können. 2799 Euro halten wir für die erbrachte Rechenleistung als ziemlich happig, auch bei der aktuellen Marktlage.

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