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Airbus arbeitet an Wasserstoff-Flugzeug und stellt drei Konzepte vor

22.09.2020 | 14:07 Uhr | Jérémie Kaiser

Mit drei Konzepten will Airbus eine Wende zu mehr Klimaneutralität erreichen und setzt auf Wasserstoff.

Airbus soll ab 2035 emissionsfrei abheben . Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, will der europäische Luftfahrtkonzern als Erster klimaneutrale Wasserstoff-Flugzeuge herstellen und in spätestens 15 Jahren in Dienst nehmen. Airbus selbst möchte die Vorreiterrolle bei der Dekarbonisierung der gesamten Luftfahrtindustrie einnehmen.

„Dies ist ein historischer Moment für die gesamte kommerzielle Luftfahrtbranche und wir beabsichtigen, eine führende Rolle bei dem wichtigsten Übergang zu spielen, den diese Branche jemals erlebt hat“, sagte Guillaume Faury, CEO von Airbus. „[…] Ich bin der festen Überzeugung, dass die Verwendung von Wasserstoff - sowohl in synthetischen Kraftstoffen als auch als primäre Energiequelle für Verkehrsflugzeuge - das Potenzial hat, die Klimaauswirkungen der Luftfahrt erheblich zu verringern."

Drei Konzepte für saubere Luft

Unter dem Codenamen „ZEROe“ hat der Konzern drei Konzepte für Wasserstoff-Flugzeuge vorgestellt.

Das erste Konzept ist ein Flugzeug mit Düsenantrieb. Die Maschine soll eine Reichweite von mehr als 3.700 Kilometer und Platz für 120 bis 200 Passagiere haben. Anstatt Düsentreibstoff würde Wasserstoff verbrannt werden, um die Triebwerke anzutreiben.

ZEROe-Turbofan-Konzept
Vergrößern ZEROe-Turbofan-Konzept
© Airbus

Das zweite Konzept zeigt eine Propellermaschine mit einer Reichweite von mehr als 1.800 Kilometer und Platz bis zu 100 Passagiere.

ZEROe-Turboprop-Konzept
Vergrößern ZEROe-Turboprop-Konzept
© Airbus

Das letzte Design ist ein „Blended-wing-body“-Konzept, das eine ähnliche Reichweite wie das Düsentrieb-Flugzeug bieten und dabei Platz für bis zu 200 Passagiere haben soll.

ZEROe-Blended-Wing-Body-Koncept
Vergrößern ZEROe-Blended-Wing-Body-Koncept
© Airbus

Neue Ära der Luftfahrt

Wasserstoff leitet, wie in der Autoindustrie, eine neue Ära ein, die etliche Hürden mit sich bringt. Unter anderem müssten sich Flughäfen auf das Betanken der Wasserstoff-Flugzeuge einstellen. Die Umstellung hat ihren Preis und wird viel Geld kosten, weshalb sie wohl auch aus Steuermitteln getragen werden könnte.

Die kommerzielle Luftfahrt emittierte 2018 insgesamt ca. 2,83 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen .

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