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Ärzte üben künstliche Beatmung mit iPad-App

08.04.2020 | 15:50 Uhr |

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus müssen immer mehr Patienten künstlich beatmet werden. Um medizinisches Fachpersonal in der Benutzung der Atemgeräte zu schulen, hat ein Hersteller aus der Schweiz eine iPad-App entwickelt.

Durch die zunehmende Verbreitung des Coronavirus müssen immer mehr Menschen in stationären Einrichtungen künstlich beatmet werden. Die Hamilton Medical AG aus der Schweiz ist ein weltweit tätiger Hersteller für Beatmungsgeräte. Und der Bedarf für diese Geräte ist derzeit riesig. Damit medizinisches Fachpersonal besser in der Bedienung der komplizierten Beatmungsgeräte geschult werden kann, hat das Unternehmen eine iPad-App entwickelt , in der Krankheitssituationen simuliert werden. Das berichtet CultofMac.

Die App simuliert den Krankheitsverlauf eines Patienten inklusive der Vitalwerte.
Vergrößern Die App simuliert den Krankheitsverlauf eines Patienten inklusive der Vitalwerte.
© Hamilton Medical AG

In der App kann eine Krankheitssituation in verschiedenen Schweregraden simuliert werden. Diverse Anzeigen zeigen den gesundheitlichen Zustand des simulierten Patienten mit Daten, die auch echte medizinische Geräte ausgeben würden. Der Nutzer kann dann die Konfiguration des Beatmungsgeräts in der Simulation einstellen und die Folgen beobachten. Auf diese Weise soll das medizinische Personal lernen, die richtigen Einstellungen für die jeweilige Krankheitssituation auszuwählen. Die App ist auch für Android, Windows und MacOS verfügbar.

CultofMac zitiert das Centers for Disease Control and Prevention , eine Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, wonach zwei Drittel aller in ein Krankenhaus eingelieferten Patienten innerhalb von 24 Stunden künstlich beatmet werden müssen. Diese Angabe ist mit keiner Quelle hinterlegt und konnte von uns auch nicht durch Recherche bestätigt werden. Laut eines Berichts der WHO (World Health Organisation) müssen aber zumindest 25 Prozent aller Patienten mit schwerem oder kritischen Krankheitsverlauf künstlich beatmet werden. Weltweit sind bereits mehr als 1,4 Millionen Menschen an dem Coronavirus erkrankt. Auch wenn die Erkrankung für die meisten Betroffen glimpflich abläuft, sind vor allem ältere Menschen und solche mit einer Vorerkrankung gefährdet.

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