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Abhilfe

07.04.2005 | 15:21 Uhr | Frank Ziemann

Der sorgsame Umgang mit der eigenen Mail-Adresse ist die wichtigste Schutzmaßnahme. Geben Sie Ihre Adresse nur dann an, wenn es wirklich nötig ist. Spam-Filter greifen erst, wenn die Adresse bereits verbrannt ist. Die folgenden Tipps können Ihnen helfen, Ihr Postfach einigermaßen sauber zu halten. Manchmal hilft jedoch nur noch das Löschen einer Adresse - das ist dann auch eine Chance für einen strukturierten Neuanfang. Dieser Aufwand kann sich lohnen. Kontraproduktiv ist es hingegen auf Spam-Mails zu antworten. Dadurch erfährt der Spammer nur, dass die Adresse gültig ist und Mails gelesen werden. Das gilt auch für vermeintliche Angebote die Adresse aus dem Verteiler zu löschen ("remove", "opt-out"). Sie erhalten eher noch mehr Spam als weniger.

1. Benutzen Sie Wegwerfadressen. Das können Adressen bei Free-Mail-Anbietern sein. Leiten Sie diese Adressen auf ein Sammelkonto um. Wenn zuviel Spam über eine Adresse kommt, löschen Sie sie. Es gibt spezielle Dienste, die Wegwerfadressen anbieten. Sie können auch Adressen mit begrenztem Haltbarkeitsdatum verwenden, etwa in Foren und im Usenet (Schema: name-expires-01-01-06@domain). Das hilft aber nur, wenn Sie sich auch selbst daran halten.

2. Wenn Sie eine eigene Domain haben, benutzen Sie für jeden Dienstanbieter (Newsletter, Gewinnspiele, ...) eine eigene Adresse nach dem Schema "anbietername@meinedomain". Dadurch erfahren Sie auch, woher die Spammer die Adresse haben. Leiten Sie diese Adressen auf ein Sammelkonto um. Wenn zuviel Spam über eine Adresse kommt, löschen Sie sie. Schalten Sie nach Möglichkeit das vorkonfigurierte Sammelkonto ("catch-all") Ihrer Domain ab.

3. Strukturieren Sie Ihre privaten und beruflichen Mail-Kontakte, benutzen Sie mehrere Adressen, die Sie auf ein Sammelkonto umleiten. So hält sich der Aufwand in Grenzen, falls Sie eine Adresse wegen hohen Spam-Aufkommens löschen müssen.

Noch ein Hinweis: Im Usenet gilt es teilweise als unhöflich, seine Adresse zu verfälschen, besonders in deutschen Gruppen. Angaben wie "name.nospam@domain", die keine existierende Adresse darstellen, werden durch den Hinweis, welcher Teil der angegebenen Adresse zu löschen ist ergänzt. Wer Ihnen antworten will, muss also ".nospam" von Hand löschen, bevor er die Mail absenden kann. Wenden Sie besser die unter [1] und [2] gezeigten Möglichkeiten an.

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