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Abgang trifft Microsoft nicht

04.04.2002 | 13:38 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Belluzzo wollte diverse Kürzungen bei einzelnen Abteilungen vornehmen. Diese haben ihm die einzelnen leitenden Manager vermutlich übel genommen und an seinem Sturz gearbeitet, wie Rob Enderle, Analyst bei der Giga Information Group vermutet. Verschiedene Analysten stimmen darin überein, dass das Ausscheiden von Belluzzo keinen großen Verlust für Microsoft bedeutet. Die Produktentwicklung dürfte davon kaum betroffen sein.

Belluzzo kam über Hewlett-Packard und Silicon Graphics 1999 zu Microsoft. Dort wurde er zunächst Vize President der Consumer-Division und war neben dem hauseigenen Online-Dienst MSN auch für interaktives TV und die Spielkonsole X-Box verantwortlich. Im Februar 2001 erklomm Belluzzo den Thron und wurde zum COO und Präsident von Microsoft ernannt. In dieser Funktion kontrollierte er den weltweiten Vertrieb, das Marketing, das Personalwesen, die Finanzen und das Lizenzgeschäft.

Bill Gates

Bill Gates würdigte Beluzzo: "Er hat viel zu Microsoft beigetragen. Besonders seine Arbeit bei der Verbesserung unternehmensinterner Abläufe und seine Rolle bei der Entwicklung von .NET, Xbox und MSN waren signifikant".

Microsoft trennt sich von seinem Präsidenten (PC-WELT Online, 04.04.2002)

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