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Ab sofort: Rufnummermitnahme darf nur noch maximal 6,82 Euro kosten

21.04.2020 | 11:09 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Endlich: Seit dem 20.4.2020 dürfen Mobilfunkunternehmen höchstens 6,82 Euro für die Rufnummernmitnahme kassieren. Die Bundesnetzagentur ordnet das für freenet, 1&1 Drillisch, 1&1 Telecom und Telefonica an.

Seit dem 20. April 2020 dürfen Netzbetreiber nur noch maximal 6,82 Euro brutto für die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer verlangen. Das hat die Bundesnetzagentur mitgeteilt.

Die Bundesnetzagentur hat mit Wirkung zum 20.4.2020 die Obergrenze von 6,82 Euro inklusive Mehrwertsteuer konkret für die Mobilfunkanbietern freenet, 1&1 Drillisch, 1&1 Telecom und Telefonica (O2) angeordnet. Denn diese Mobilfunkunternehmen hatten im Unterschied zur Masse der Mobilfunkbetreiber nicht schon vorher ihre Mitnahmeentgelte reduziert. Die bisher erhobenen Entgelte in Höhe von etwa 30 Euro werden damit untersagt.

Denn die Bundesnetzagentur hatte bereits Mitte Februar 2020 dazu aufgefordert die Endkundenentgelte abzusenken. Die überwiegende Anzahl der Mobilfunkanbieter habe daraufhin eine freiwillige Absenkung der Endkundenportierungsentgelte auf die von der Bundesnetzagentur genannte „Aufgriffsschwelle“ von 6,82 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) mit Wirkung ab dem 20. April 2020 zugesagt. Nicht jedoch freenet, 1&1 Drillisch, 1&1 Telecom und Telefonica, die sich die Rufnummernmitnahme weiterhin fürstlich bezahlen ließen.

Die Wechselgebühr für O2-Kunden lag damals noch bei 29,95 Euro, für Kunden der Marke Telefonica-Blau bei 24,95 Euro. 1&1 Drillisch berechnete für seine verschiedenen Marken unterschiedliche Wechselgebühren, maximal 29,95 Euro.

Die Bundesnetzagentur leitete deshalb im Februar 2020 gegen diejenigen Mobilfunkanbieter, die nicht zu einer freiwilligen Absenkung bereit waren, ein Verfahren zur nachträglichen Entgeltüberprüfung ein. Auf Basis einer nationalen Vergleichsmarktbetrachtung legte die Behörde dann die Höhe des maximal zulässigen Entgelts auf 6,82 Euro (brutto) fest. Den Mobilfunkanbietern ist aber freigestellt, für die Leistung auch ein niedrigeres Entgelt oder gar kein Entgelt zu erheben.

Nach den telekommunikationsrechtlichen Vorgaben zum Kundenschutz dürfen Verbrauchern laut Bundesnetzagentur nur die Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Wechsel entstehen. Freenet, 1&1 Drillisch, 1&1 Telecom und Telefonica konnten in den Überprüfungsverfahren keine höheren Kosten nachweisen, wie die Bundesnetzagentur betont.

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