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Ab 30. Juli: Neue Gaming-PCs bei Aldi - günstig und gut? Der Technik-Check

21.07.2020 | 11:12 Uhr | Sebastian Schenzinger

Aldi Nord und Süd haben ab dem 30. Juli einen Gaming-PC und ein Gaming-Notebook im Angebot. Wir haben die beiden Geräte unter die Lupe genommen und sagen Ihnen, ob Sie zugreifen oder lieber die Finger davon lassen sollten.

Aldi Nord und Aldi Süd verkaufen ab dem 30. Juli den Medion Erazer Gaming-PC X67128, mit dem Sie zum Teil sogar in 1440p zocken können. Herzstück des Spiele-PCs ist der in die Jahre gekommene Intel Core i5-9400 mit einem Boost-Takt von bis zu 4,1 GHz. Dem Hexa-Core - ohne Hyper-Threading - stehen 16 GB Arbeitsspeicher und eine Nvidia Geforce RTX 2060 mit hardwareseitigem Raytracing-Support zur Seite. Ihre Daten können Sie auf einer 1 TB großen PCIe-SSD sichern.

Für mobile Gamer gibt es bei Aldi Nord im gleichen Aktionszeitraum das Notebook Medion Erazer P15603. Dieses setzt auf eine üppige Speicherausstattung mit 16 GB Arbeitsspeicher, 512 GB SSD und 1 TB HDD. Der Prozessor Intel Core i5-9300H und die GPU Nvidia Geforce GTX 1650 sind allerdings in der unteren Mittelklasse angesiedelt.

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die beste Hardware in jedem Preisbereich

Medion Erazer X67128 im Detail

Der Medion Erazer X67128 ( hier bei Aldi Nord und hier bei Aldi Süd ) für 969,03 Euro richtet sich an PC-Gamer, die in Full-HD mit den höchsten Settings spielen wollen oder in die Welt des 1440p-Gamings schnuppern wollen. Die RTX 2060 liefert genügend Leistung, um nahezu jedes Spiel in 1080p bei höchsten Einstellungen mit mindestens 60 FPS darstellen zu können. In QHD müssen Sie dann in vielen Spielen mit niedrigen bis mittleren Settings leben. Der verbaute Intel Core i5-9400 taktet standardmäßig mit 2,9 GHz und erreicht im Boost bis zu 4,1 GHz. Zur Seite stehen ihm 16 GB DDR4 Arbeitsspeicher, der vermutlich mit 2666 MHz taktet - hierzu gibt Aldi leider keine Informationen preis. Für einen schnelleren Start von Windows und der Programme sorgt die 1 TB große PCIe-SSD.

Zur weiteren Ausstattung des Medion-PCs zählen ein WLAN-Modul mit Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.1, ein DVD-Brenner sowie ein Kartenleser. Das Ganze kommt in einem beleuchteten PC-Gehäuse mit einem Hot-Swap-Festplattenwechselrahmen unter. Auf dem Computer ist Windows 10 Home vorinstalliert und im Lieferumfang befinden sich außerdem noch eine Maus sowie eine Tastatur.
An Anschlüssen stehen auf der Vorderseite zwei USB-3.0-Ports, 1x Mikrofon und 1x Kopfhörer neben dem Kartenleser zur Verfügung. An der Rückseite befinden sich sechs weitere USB-Ports, davon je 2x USB 2.0, USB 3.0 und USB 3.1 (jeweils 1x USB Typ-C und Typ-A). Ein Display können Sie entweder via HDMI, DVI-D oder Displayport (3x) verbinden.

Den Medion Erazer X67128 können Sie ab dem 30. Juli ausschließlich in den Online-Shops von Aldi Nord und Aldi Süd für 969,03 Euro erwerben. Medion gewährt auf den PC eine dreijährige Garantie.
Alternative für 979 Euro: OMEN 875-0101ng Gaming-PC im RGB-Gehäuse mit Echtglas-Sichtfenster und vergleichbarer Ausstattung (Intel Core i5 9400F, RTX 2060, 16 GB RAM, 1000 GB HDD, 256 GB SSD, inkl. Office-Anwendersoftware Microsoft 365 Single im Wert von 69 Euro).

Der MEDION ERAZER X67128 setzt auf eine Kombination aus Intel Core i5-9400, Nvidia GeForce RTX 2060 und 16 GB Arbeitsspeicher für 969,03 Euro.
Vergrößern Der MEDION ERAZER X67128 setzt auf eine Kombination aus Intel Core i5-9400, Nvidia GeForce RTX 2060 und 16 GB Arbeitsspeicher für 969,03 Euro.
© Medion

Einschätzung: Wir haben den Medion-PC so gut es geht nachkonfiguriert , was auf Grund der OEM-Komponenten nicht immer ganz einfach ist. Die reinen Hardware- plus Software-Kosten für den PC belaufen sich dementsprechend auf etwa 860 Euro. Das bedeutet, Medion verlangt für den Zusammenbau plus die dreijährige Garantie einen Aufpreis von guten 100 Euro. Obendrein macht die Wahl des Prozessors nicht unbedingt Sinn. Der Intel Core i5-9400F wäre 15 Euro günstiger gewesen und bietet exakt die gleiche Rechenleistung. Es fehlt nur die in der CPU integrierte iGPU, die allerdings auf Grund der verbauten RTX 2060 nicht nötig ist. Noch besser wäre der Griff zum Nachfolger, dem Core i5-10400F, gewesen, der auch nur fünf Euro mehr kostet. Dank eines etwas höheren Takts und des Supports von Hyper-Threading bietet dieser nämlich nicht nur eine 30 Prozent höhere Anwendungsleistung, sondern ist obendrein deutlich zukunftssicherer. 

Wie bei den meisten PCs von Aldi ist außerdem leider nicht angegeben, welches Mainboard beziehungsweise welches Netzteil der Hersteller verbaut. Das heißt, es ist nicht klar, wie leicht sich zum Beispiel der Arbeitsspeicher aufrüsten lässt oder ob die PSU genug Reserven für eine stärkere Grafikkarte bietet. Ebensowenig ist bekannt, ob das Netzteil über eine 80-Plus-Zertifizierung verfügt. Für einen Fertig-PC ist der Medion Erazer X67128 aber durchaus als günstig zu bezeichnen. Für einen ähnlich ausgestatteten PC mit Hexa-Core und RTX 2060 zahlen Sie bei der Konkurrenz über 1000 Euro. Wenn Sie sich also den Selbstbau absolut nicht zutrauen und mit den oben aufgeführten Nachteilen leben können, können Sie durchaus zugreifen.

Medion Erazer P15603 im Detail

Mit dem Medion Erazer P15603 ( hier bei Aldi Nord ) für 872,03 Euro bekommen Sie ein Notebook, das sehr viel Speicher bietet. Es sind nämlich 16 GB Arbeitsspeicher mit 2666 MHz, eine 512 GB große PCIe-SSD und eine 1000 GB große HDD verbaut. Als CPU kommt ein Intel Core i5-9300H mit einem Basistakt von 2,4 GHz und einem Boost-Takt von bis zu 4,1 GHz zum Einsatz. Bei dem Prozessor handelt es sich um einen Quad-Core mit Hyper-Threading. Als Grafikkarte ist der günstigste Vertreter der Turing-Generation von Nvidia, eine GTX 1650 mit 4 GB GDDR5 Speicher verbaut. Sie müssen also davon ausgehen, dass Sie anspruchsvolle AAA-Titel wie Red Dead Redemption 2 oder Assassin's Creed Odyssey nur mit niedrigen bis mittleren Einstellungen flüssig spielen können.

Das matte 15,6 Zoll große IPS-Display des Laptops löst in Full-HD auf. Die Tastatur besitzt eine RGB-Hintergrundbeleuchtung, die sich in 15 Farben einstellen lässt. Externe Geräte können Sie über 4 USB-Ports anschließen: 3x USB 3.1 (davon 1x Typ-C) und 1x USB 2.0. Ein zusätzliches Display lässt sich entweder via Mini-Displayport oder HDMI verbinden. Der Zugang zum Internet erfolgt entweder über Wi-Fi 5 oder den verbauten Gigabit-LAN-Port. Auf dem Gerät ist Windows 10 in der Home-Variante vorinstalliert. Das Gewicht gibt Aldi mit 2,1 kg an und die Laufzeit des Akkus mit 3 Stunden.

Das Medion Erazer P15603 können Sie ab dem 30. Juli für 872,03 Euro hier im Online-Shop von Aldi Nord bestellen. 

Im MEDION ERAZER P15603 stecken ein Intel Core i5-9300H, eine Nvidia GeForce GTX 1650 und 16 GB Arbeitsspeicher für 872,03 Euro.
Vergrößern Im MEDION ERAZER P15603 stecken ein Intel Core i5-9300H, eine Nvidia GeForce GTX 1650 und 16 GB Arbeitsspeicher für 872,03 Euro.
© Medion

Einschätzung:  Aldi selbst bezeichnet das Medion Erazer P15603 als Gaming-Notebook. Dem können wir auf Grund der recht schwachen Grafikkarte nur halbherzig zustimmen. Für aktuelle AAA-Titel ist die GPU nur noch gerade so ausreichend und damit nicht wirklich zukunftssicher. Aus Gamer-Sicht wäre es hier auf jeden Fall sinnvoller gewesen, beim Speicher auf die zusätzliche HDD zu verzichten und dem Gerät dafür eine potentere Grafikeinheit zu spendieren. Größter Schwachpunkt ist dann aber die Akkulaufzeit, die mit nur 3 Stunden weit unter dem Durchschnitt liegt. Ein modernes Notebook sollte im Akkubetrieb schon auf eine Laufzeit von 6 bis 7 Stunden kommen.

Ein besser ausgestattetes Notebook ist das HP Pavilion Gaming , das Sie ab 766 Euro erwerben können. Es bietet zum deutlich günstigeren Preis mit dem Ryzen 5 4600H einen schnelleren Prozessor und auch schnelleren Arbeitsspeicher, der mit 3200 MHz taktet. Als Grafikkarte kommt ebenso die GTX 1650 zum Einsatz, das Display bietet allerdings eine Wiederholungsrate von 144 Hz und auch die Akkulaufzeit liegt mit knapp 8 Stunden deutlich höher. Auf die zusätzliche HDD müssen Sie aber verzichten.


Deutlich mehr Spieleleistung erhalten Sie mit dem Acer Nitro 5 , in welchem eine RTX 2060 verbaut ist, die im Schnitt 50 Prozent schneller rechnet als die GTX 1650. Allerdings stecken in diesem Notebook nur 8 GB Arbeitsspeicher und auch hier fehlt die zusätzliche HDD.

Wichtiger Hinweis : Auf dem Notebook Acer Nitro 5 ist kein Windows 10 vorinstalliert, das heißt. Sie benötigen einen separaten Windows-Key. Den gibt es aber legal und günstig: Windows 10 für 36 Euro kaufen

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