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Ab 18 ist nichts für Kinder!

10.11.2004 | 12:15 Uhr | Markus Pilzweger

Dass Kinder einen für sie nicht freigegebenen Titel spielen, dafür machen die Macher des Berichts nicht etwa den Handel oder die Eltern der Jugendlichen verantwortlich, sondern die USK. Denn von 3500 geprüften Spielen hätten "nur" 23 keine Freigabe erhalten.

Jürgen Hilse, der Leiter der USK wird mit den Worten zitiert: "Man kann über einzelne Sachen immer diskutieren, man kann immer unterschiedlicher Auffassung sein. Aber ich denke, dass sich die Freiwillige Selbstkontrolle in diesem Bereich absolut bewährt hat."

Hat sie nicht, so zumindest Frontal 21: "Ein Hohn bei Spielen wie 'Hitman Contracts': Sinnloses Morden im Sanatorium ist hier Spielinhalt. Eine Vorgängerversion hat die damals zuständige Bundesprüfstelle noch indiziert, das heißt, es konnte nicht offen gekauft werden, das Spiel gab es nur unter der Ladentheke. Die aktuelle Fassung ist mindestens so brutal, und frei erhältlich ab 18 Jahre."

Eben. Ab 18! Hier ist der kleine aber feine Unterschied, den Frontal 21 geflissentlich übergeht: Erwachsene Spieler können, wenn sie möchten, ein für ihre Altersgruppe freigegebenen Titel im Handel erwerben, ohne mit dem Besitzer flüstern zu müssen, der dann unter der Ladentheke rumkramt.

Und weiter geht's: "Die Alterbeschränkungen sind fast wirkungslos, der Jugendschutz wird auf die einzelnen Verkäuferinnen verlagert. Eine Stichprobe ergibt: Gleich im ersten Geschäft kann der 14-jährige Ken das Killerspiel "Doom 3" kaufen, es ist ab 18 freigegeben", so Frontal 21.

Dabei ist die Lösung doch ganz einfach:"Wir brauchen Herstellungsverbote," so Günther Beckstein, Innenminister in Bayern, gegenüber Frontal 21.

So. Und an diesem Punkt ist mir der Kragen endgültig geplatzt. Meine Meinung zu diesem Thema finden Sie auf den folgenden Seiten.

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