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AVM-Rechtsstreit: Händler muss 20.000 Fritzboxen vernichten

22.09.2020 | 13:40 Uhr | René Resch

Der Händler Woog verlor einen Rechtsstreit gegen den Fritzbox-Hersteller AVM. 20.000 Router wurden nun wohl verschrottet.

Im Rechtsstreit über den Verkauf gebrauchter Fritzboxen konnte sich Hersteller AVM gegen den Händler Woog durchsetzen. Woog hatte die Berufung gegen das Urteil, das den Verkauf untersagt, zurückgezogen, wie „Heise Online“ berichtete. Der Rechtsanwalt des Händlers teilte dem Magazin mit, dass das Verkaufsverbot damit rechtskräftig sei.

Streitgegenstand waren dabei Zehntausende gebrauchte Fritzboxen des Typs „6490 Cable“ aus den Beständen des Betreibers Unitymedia. Woog kaufte die Gebrauchtware und ersetzte die alte, eingeschränkte Unitymedia-Firmware durch eine aktuelle Version der Handelsversion der Fritzbox.

Der Fritzbox-Hersteller sah sich in seinem Markenrecht verletzt und untersagte dem Händler den Verkauf; das bestätigte auch das Landgericht München I im Mai dieses Jahres. Woog legte dagegen Berufung ein. Nach einer Einigung mit AVM zieht Woog die Berufung nun zurück und akzeptiert das Verkaufsverbot.

20.000 Router des Typs Fritzbox 6490 Cable wurden wohl vernichtet

Was mit den rund 20.000 Fritzboxen passieren würde war, bisher etwas unklar. AVM zeigte sich zwar gesprächsoffen für eine mögliche Übernahme der Geräte, eine Einigung konnte dabe allerdings nicht erzielt werden.

Woog sagte damals, dass die Geräte verschrottet werden müssten, falls AVM nichts an seiner Haltung ändere. Nun gab der Händler an, dass es keine weitere Option mehr gegeben habe, außer einem Vorlieferanten die Router zurückzugeben. Der Vorlieferant „LaMa“ selbst teilte gegenüber dem Magazin mit, dass die Geräte bereits vernichtet worden seien, "da ein weiterer Einsatz ohne Softwareanpassung nicht möglich war".

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