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ATI schweigt noch

17.04.2002 | 11:52 Uhr |

3DWin zufolge liefen die betroffenen Rechner nach dem Ersetzen der Radeon 8500 LE durch eine andere Grafikkarte wieder problemlos. Die taiwanischen Hersteller, deren Name 3DWin nicht nennt, sollen auch noch bei anderen ATI-Grafikkarten geschlampt haben.

So sollen ATI 7000-Karten mit DDR-RAM ein unscharfes Bild erzeugen, sobald die Bildwiederholfrequenz auf über 60 Hertz eingestellt wurde. Die ATI 7000 mit SDRAM soll nach einigen Wochen Einsatz unter Direct3D- und OpenGL-Anwendungen ein schlechtes Bild geliefert haben und bei einer 7500er Karte soll es nach ein paar Wochen Einsatz zu Ausfällen gekommen sein.

Friederike Weiß, Pressesprecherin von ATI Deutschland, bestätigte der PC-WELT, dass ATI Kenntnis von dieser Meldung habe und der Sache nachgehe. Bis Redaktionsschluss konnte Weiß jedoch keine weitergehende Stellungnahme dazu abgeben.

Es stellt sich allerdings die Frage, wie defekte Hardware die Windows-Registry oder die Systemdateien schädigen kann. Hier ist eher an defekte Treiber statt an fehlerhafte Hardware zu denken. Zum Totalausfall einer Grafikkarte kann es zum Beispiel kommen, wenn der Grafikspeicher falsch beziehungsweise zu hoch getaktet ist. Dies kann zu einer Überhitzung und danach zum Ausfall führen. Auch ein qualitativ schlechter Speicherbaustein kann einen Ausfall verursachen.

So lange es keine weiteren Informationen zu diesen Problemen gibt, bleiben allerdings alle Vermutungen spekulativ.

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