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ASUS ROG Crosshair VIII Formula: Das Mainboard der HMX2 im Detail

31.07.2019 | 13:09 Uhr |

Ein gutes Übertaktungspotential, ein ausgeklügeltes Kühlsystem und eine umfangreiche Konnektivität – das sind nur einige Anforderungen, die die Hauptplatine der HMX2 erfüllen muss. Dazu setzen wir ein üppiges Feature-Set sowohl von Hardware- als auch von Softwareseite voraus. Unsere Entscheidung fiel deshalb auf das derzeit einzige - auf dem freien Markt erhältliche - wassergekühlte Mainboard mit X570-Chipsatz: das ROG Crosshair VIII Formula von Asus.

Die Mainboards für die dritte Generation der Ryzen-Prozessoren haben viele Neuerungen gegenüber ihren Vorgängern zu bieten. Mit dem X570-Chipsatz stehen erstmals PCIe 4.0 Erweiterungsslots zur Verfügung. Hierbei verdoppelt sich die Bandbreite gegenüber PCIe 3.0. Die unterstützte Arbeitsspeichergröße steigt von 64 GB auf 128 GB und AMD spricht von möglichen RAM-Taktraten von über 5000 MHz. Bei den Anschlüssen kommen erstmals USB 3.2 Gen 2 und 5G LAN zum Einsatz. Bei der drahtlosen Übertragung setzt das ASUS ROGCrosshair VIII Formula auf Wi-Fi 6.

Stromversorgung

Für die Stromzufuhr der CPU sorgen ein 8-poliger und ein 4-poliger Netzstecker, die durch einen Metallmantel umhüllt sind, um für eine bessere Wärmeabfuhr zu sorgen. Bei der Spannungsversorgung setzt das ASUS ROG Crosshair VIII Formula auf 16 VRMs (Voltage Regulator Module), von denen 14 Stück für die CPU zuständig sind. Im Gegensatz zu den Konkurrenzprodukten verbaut Asus keine Doppler, um von den 7+1 Ausgängen des Multi-Phase Controllers IR35201 auf die genannten 16 Phasen zu kommen. Stattdessen kommen sogenannte Twin-Phasen zum Einsatz, wodurch das Mainboard schneller auf Lastwechsel reagieren kann. Für die Kühlung der Spannungsversorgung sorgt der CrossChill EK III, den Sie in einen bestehenden Wasserkühlungskreislauf einbinden können. Damit ist die HMX2 für eine starke Übertaktung des AMD Ryzen 9 3900X (später Ryzen 9 3950X) sehr gut gerüstet.

Die Strom- und Spannungsversorgung des ASUS ROG Crosshair VIII Formula im Detail
Vergrößern Die Strom- und Spannungsversorgung des ASUS ROG Crosshair VIII Formula im Detail
© ASUS

PCIe 4.0 Steckplätze

Sowohl bei den Steckplätzen für die Erweiterungskarten als auch bei den M.2_1 Slots setzt das ASUS ROG Crosshair VIII Formula auf PCIe 4.0. Für NVMe SSDs stehen zwei Steckplätze zur Verfügung, die über PCIe 4.0 x4 angebunden sind. Die Verdopplung der Bandbreite führt zu theoretischen Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 8066 MB/s. In der Praxis konnten wir mit den beiden Corsair Force Series MP600 Werte von knapp über 5000 MB/s im Lesemodus erreichen. Auch wenn die beiden von uns verbauten TITAN RTX von Nvidia kein PCIe 4.0 unterstützen, gibt es doch einen netten Nebeneffekt. Die Bandbreite von PCIe 4.0 x8 entspricht nämlich der von PCIe 3.0 x16, womit die beiden Grafikkarten wiederum mit ihrer maximal unterstützen Bandbreite rechnen können. Dadurch ist es kein Nachteil, dass der Ryzen 9 3900X (später Ryzen 9 3950X) nur 24 PCI-Express-Lanes ansprechen kann. Neben den beiden PCIe 4.0 x16 Slots für die Grafikkarten bietet das Board noch einen weiteren PCIe 4.0 x16 (elektronisch nur x4) und einen PCIe 4.0 x1 Slot. Beide sind nicht von der CPU, sondern vom Chipsatz angesteuert.

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Arbeitsspeicher

Das ASUS ROG Crosshair VIII Formula verfügt über vier DDR4 RAM DIMMs, die nach AGESA-Standard mit bis zu 3200 MHz im Dual-Channel-Betrieb laufen. Durch manuellen OC oder die Verwendungen von XMP-Profilen sind deutlich höhere Taktraten möglich. Ab einer Taktrate von 3800 Mhz schaltet das Infinity-Fabric jedoch in einen speziellen 2:1 Modus, wodurch sich die Latenzzeiten des Arbeitsspeichers deutlich erhöhen. Nach heutigem Stand erhalten Sie die höchste Spieleperformance bei 3733 MHz mit Timings von CL16-16-16-36-2T. Mit diesen Einstellungen werden die vier CORSAIR Dominator Platinum RGB 16 GB Speicherriegel vorraussichtlich auch betrieben.

Kühlung

Damit nicht nur die Spannungsversorgung, sondern auch die restlichen Hardware-Komponenten gut gekühlt sind, besitzt das Mainboard umfangreiche Anschlüsse. Darunter fallen sechs Anschlüsse für PWM oder DC-Lüfter, ein Anschluss für eine PWM-Pumpe, sowie jeweils ein Sensor für die Wassertemperatur und die Durchflussgeschwindigkeit.  Für eine bessere Wärmeverteilung sorgen die Backplate des Mainboards sowie die Frontverkleidung mit den Heatsinks der M.2 Module.

Wasserkühlung und Backplate sorgen für niedrige Temperaturen
Vergrößern Wasserkühlung und Backplate sorgen für niedrige Temperaturen
© ASUS

Overclocking

Auf der rechten Seite des Mainboards befinden sich zwei Schalter, um den PC einzuschalten oder das Mainboard zurückzusetzen. Diese Funktionen richten sich besonders an Overclocker, die ihr Setup auf einem Benchmarktable und nicht in einem Gehäuse aufbauen. Aber auch zum Befüllen des Wasserkreislaufes kann der Startknopf von Vorteil sein. Die beiden Knöpfe lassen sich darüber hinaus im BIOS mit anderen Funktionen belegen. Neben dem 24-poligen-ATX-Anschluss befinden sich vier Status-LEDs für die CPU, die GPU, den RAM und den Startvorgang. Ausführlichere Informationen erhalten Sie auf dem 1,3-Zoll großen OLED-LCD-Bildschirm auf der linken Seite mit einer genauen Fehlercodebezeichnung, sollte der PC nicht mehr starten. An Extremübertakter richtet sich die Modi im unteren Bereich für den Safe Boot, den Slow Mode beziehungsweise den LN2 (Flüssigstickstoff) Mode. Zum Zurücksetzen des BIOS befindet sich auf der Rückseite des Mainboards ein Flashback Button mit zugehörigem USB-Port.

Konnektivität

Als Anschlüsse stehen intern 8x SATA 6 GB/s, 1x USB-C 3.1, 4x USB 3.0 und 2x USB 2.0 zur Verfügung. Extern sind üppige zwölf USB-Anschlüsse vorhanden: davon 4x USB 3.2 Gen1 und 7x USB 3.2 Gen2 Typ-A + 1x USB 3.2 Gen 2 Typ-C. Zur Internetverbindung gibt es drei Möglichkeiten: Wi-Fi 6, GB-LAN (RJ45) oder 5G-LAN (AQC-111C). Für den 7.1 Surround-Sound sind sowohl analoge als auch digitale Anschlüsse verbaut.

Extern verfügt das Mainboard über eine große Anzahl an Anschlüssen.
Vergrößern Extern verfügt das Mainboard über eine große Anzahl an Anschlüssen.
© ASUS

Personalisierung

Für RGB-Fans hat das ASUS ROG Crosshair VIII Formula drei verschiedene RGB-Zonen zu bieten. Eine über dem I-/O-Panel, eine bei den PCIe-Slots und das ASUS-Logo beim Chipsatzkühler. Alle lassen sich mit Asus Aura Sync ansteuern. Für noch mehr RGB ist das Mainboard mit zwei Adressable Gen 2 Header und zwei Aura RGB Strip Header ausgestattet. Highlight ist das 1,3-Zoll große OLED-LCD-Display, über das Sie nicht nur Systeminformationen wie zum Beispiel die CPU-Temperatur auslesen können, sondern auch eigene Logos einblenden können. Bei der HMX2 ist hier der Namensschriftzug zusammen mit einem kleinen Logo zu sehen. Ihr eigenes Logo können Sie mittels der Software LiveDash einspielen. Das weitere Software-Paket des Mainboards ist äußerst umfassend: Gamefirst V zur Verwaltung des Netzwerktraffics, Sonic Studio III für die Soundeinstellungen oder Armoury Crate zur Überwachung und Steuerung der gesamten Hardware inklusive Peripherie.

Vorstellung der HMX2

Das ASUS ROG Crosshair VIII Formula ist Bestandteil der HMX2. Die Höllenmaschine, dieses Jahr unter dem Namen HMX2, ist ein jährliches Projekt, bei dem es um den Zusammenbau und die Verlosung des leistungsstärksten Gaming-PCs geht. Mehr Informationen hierzu bekommen Sie auf unserer Landing-Page oder dem YouTube-Kanal . Bilder vom Zusammenbau, der Hardware und Behind-the-Scenes-Material können Sie auf unseren Social-Media-Kanälen finden: Instagram , Facebook und Twitter .

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